Apartheid – Botschaft – “Satire”
24/08/2010
Nein, heute habe ich kein Fotos von Firas. Tut mir leid.
Dafür habe ich ein Bild gemalt, frisch aus der Israelischen Botschaft…
und endlich ist das letzte Video hochgeladen…
und noch ein anderer Protest
3 Kommentare
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Ja, es geht an die Nieren, sozusagen. Insbesondere, da die Gefühle nicht eindeutig bleiben. Es macht zornig, wütend, ohnmächtig, traurig, manchmal zynisch, und mit diesem Mix muss man erst einmal fertig werden.
Mein Herz ist mit Dir, auch wenn ich nicht selber anwesend sein kann. Ich denke an Dich.
Hallo Inge,
mit dem Mix der Gefühle hast Du recht. Ich sehe einen schönen Spielplatz auf dem Botschaftgelände, ich habe Kinder, vermutlich die des Botschafters, gesehen. Ich sehe Sicherheitspersonal in schwarzen Anzügen, sehe Limousinen vorfahren, Leute werden gebracht und abgeholt. Das Botschaftsleben nimmt seinen gewohnten Gang. Und ich sehe auf der anderen Seite Firas sitzen, welcher immer schwächer wird. Ich habe über die gesundheitlichen Folgen von Hungerstreik gelesen, was hält ein Mensch aus, wie lange kann er durchhalten? Was kann passieren, womit endet es?
Firas Besucher können nach Hause gehen, Firas kann es nicht, er hat ein großes Anliegen und hält durch. Ich sehe seit Jahren, wie unerbittlich Zionisten sind und wie sie die ethnische Säuberung vorantreiben und sich mehr oder weniger elegant der Palästinenser entledigen. Oder nun auch ihrer Migranntenkinder in Israel. Gleichzeitig sehe ich wie weiterhin junge Menschen mit jüdischer Abstammung zu Bildungsreisen eingeladen werden, z.B.aus Polen, aus aller Welt, um sie an den Staat Israel zu binden und zum dauerhaften Verweilen zu animmieren. Deshalb weiter der Siedlungsbau, um diesem “natürlichen” Wachstum ein Heim zu bieten. Da haben die dort geborenen Palästinenser natürlich keinen Platz. Ich könnte ewig weiter schreiben, über Wassermangel, Rassismus, Landraub, IDF , Militärgerichte, Ungerechtigkeiten über Ungerechtigkeiten. Ich könnte schreiben über gewaltlosen Widerstand, neue Gesetze um dies zu unterbinden…über mörderische Buffer-Zonen, Gaza, Mavi Marmara, fishing under fire, farming under fire, Kommentare aus der Haaretz, wo Palästinenser ganz offen als Hunde bezeichnet werden. Eine junge Israelin, welche sich als ein bißchen faschistisch bezeichnet und darauf stolz ist, usw…Meine Gefühle tendieren meist zu Traurigkeit und Verzweiflung. Wie arm wird der Staat Israel erst sein, wenn er alle anständigen friedliebigen Menschen vertrieben hat. Wie lange werden unsere Politiker dieses fürchterlich rechte Regiem noch unterstützen? Wie war das, nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus und doch sind wir bereits mitten drin. Und wer anders argumentiert, und menschlich handelt, wird belächelt oder als “Linksextrem” nieder gemacht. Was für eine kalte kaputte Welt. Schaut euch nur Sarrazins neues Buch an, Vorbesprechungen gab es schon, und wie hat Biden letztens gesagt? …Rassismus und Diskriminierung auf dem Vormarsch, getragen von unseren Massenmedien. Pfui.
Und da sitzt nun Firas al Maraghy den 30 Tag , schräg gegenüber der Israelischen Botschaft und fordert wie ein Mensch behandelt zu werden, mit den gleichen Rechten für Alle, laut der Menschenrechtsdeklaration von 1948.
1948 ? Waren das schon damals nur ausgesprochen schöne Worte?
So ist es leider-die vielgerühmten Menschenrechte waren doch immer nur ein Pflästerchen und niemals für alle gültig.
Leider ist Deine Satire keine Satire – ich glaube nicht, dass die Israelis sich bewegen werden und ich hoffe nur, dass Firas noch geholfen werden kann, wenn er zusammenklappt. Seine Familie braucht ihn doch. Vermutlich müssten Hundert oder Tausend Leute vor der Botschaft hungern, bis sich dort was bewegt.
Ich bin mir nicht mehr sicher, was ich von Hungerstreiks halten soll. Wir sollen doch uns nicht selber schaden und wo kein Herz ist, kann auch keines berührt werden. Eine solche Ideologie wie die zionistische kann nur ohne Herz funktionieren.
Vielleicht führt es uns im Kleinen vor, was aus Deutschland geworden wäre, hätte der Faschismus Bestand gehabt. Statt zu erschrecken, jubeln dann manche noch dazu.