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Mahnwache für Firas am Brandenburger Tor

25/08/2010

Zweiter Tag

Wo bleibt die Solidarität? Menschenrechte gehen uns alle an!

Heute habe ich gemerkt wie ausgebrannt ich im Moment bin und war daher keine große Hilfe. Mir ist herausgerutscht, ich kann die ganze Hasbara nicht mehr hören. Dies war natürlich ein Fehler und ein Herr hat sich beleidigt gefühlt. Das lang nicht in meiner Absicht,  aber es hat danach ein Gespräch unmöglich gemacht. Nein, ich konnte nicht mehr hören, wie toll alles in Israel ist und welch tolle Handelsbeziehungen es gibt, sogar mit Südafrika. Ich mußte an Atombomben denken, an Vanunu in israelischen Gefängnissen. An deutsche U-Boote, amerikanische Flieger und andere Waffen, an die Pharmaindustrie und an eine Menge mehr. Dies alles rechtfertigt nicht, Palästinenser als Menschen zweiter oder dritter Klasse zu behandeln. Aber diese guten Handelsbeziehungen fördern diese Ungerechtigkeiten. Wozu auch etwas anders machen, es geht  schon über 62 Jahre gut.

Gestern meinte eine Israelin, unser Land ist zu klein und deshalb wäre für Firas Familie kein Platz, es tue ihr zwar leid…Und ich sehe wie die Zionisten weiterhin Einwanderer ins gelobte Land holen und dazu animiert  zu bleiben. Natürlich geht es um jüdisches Blut. Für die Einheimischen ist  kein Platz. Diese Politik der ethnischen Säuberung ist unmenschlich und grauenhaft…

Ich möchte nochmal nette Menschen dringend bitten, bei der Mahnwache mitzuhelfen, für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt. Wir haben diese bitter nötig. Also steht auf.

UPDATE aus einer mail

Guten Tag,

die Unterstützung für das Anliegen von Firas Maraghy im Bundestag hat sich beachtlich verbreitert: schon vor einiger Zeit hatten Christine Buchholz (DIE LINKE), Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) und Ute Granold (CDU/CSU) sich – jeweils auf ihre Weise – für Firas eingesetzt. Insgesamt haben sich jetzt offenbar bislang mindestens 10 Bundestags-abgeordnete geäußert. Gestern hat die SPD-Bundestagsfraktion unter dem Titel „Israel muss Reisefreiheit garantieren“ eine Erklärung herausgegeben, die von ihrem Sprecher für  Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Christoph Strässer verfasst wurde. http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,53241,00.html (Volker Beck und Ute Granold bekleiden für ihre Fraktionen die gleiche Funktion.)  Nach Informationen von Peter Kranz kamen weitere 6 Bundestags-Abgeordnete hinzu. Die Abgeordneten haben sich u.a. auf seine Briefe hin teils an den israelischen Botschafter gewandt: Herr Beck – siehe oben – und Katrin Werner (DIE LINKE). Auf den Außenminister sind zugegangen:  Petra Merkel (SPD), Egon Jüttner (CDU/CSU) und Christel Humme (SPD).    An beide haben sich gewandt: Christoph Strässer (SPD), schon vor einiger Zeit Ute Granold (CDU/CSU; siehe oben) sowie Sevim Dagdelen und Andrej Hunko (beide DIE LINKE).

Die Generaldirektion Palästinas in der Bundesrepublik Deutschland hat eine Erklärung abgegeben:   http://www.palaestina.org/news/beitraege/zeigeBeitrag.php?ID=926

Auch der Ibn Rushd Fund solidarisiert sich mit Firas Maraghy: http://www.palaestina-heute.de/Themen/Hungerstreik_Firas_Maraghy_/IbnRushd/ibnrushd.html

Noch immer bleibt viel zu tun: die Medienberichterstattung könnte umfangreicher werden. Interessante Solidaritätsaktionen finden statt: Mahnwache täglich von 16:00 bis 19:00 Uhr am Brandenburger Tor, Platz des 18.März Fotos hierzu auf:

https://urs1798.wordpress.com/2010/08/24/heute-mahnwache-fur-firas/

http://www.palaestina-heute.de/Themen/Hungerstreik_Firas_Maraghy_/hungerstreik_firas_maraghy_.html

Und morgen, 26.08.2010 findet von 11:00 bis zum 27.08. um 11:00 Uhr ein Solidaritätsfasten der „Israelis gegen die Besatzung“ statt, an der israelischen Botschaft.

Herzliche Grüße,

One Comment leave one →
  1. Khalil Hebron permalink
    26/08/2010 00:31

    >> ausgebrannt

    Kürzlich erhielt ich eine Email, in der mir jemand eine alte chinesische Weisheit zukommen liess:
    „Es ist schwer jemand zu wecken, der tief schläft aber es ist unmöglich jemand zu wecken, der sich schlafend stellt“

    Mein Tipp – mit den letzteren sollte man sich nur dann befassen, wenn man überschüssige Energien zur freien Verfügung hat. Die einen Wissen es – die anderen wollen es nicht Wissen. Es ist Zeitverschwendung sich mit solchen Leuten einzulassen.

    Alles gute für Ihr Engagement.

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