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Miliärische Sicherheitszone “ Haus des Rundfunks“ Berlin -RBB

07/11/2010
Außerhalb der miliärischen Sicherheitszone

Außerhalb der miliärischen Sicherheitszone

Heute war eine Kundgebung vor dem RBB -Gebäude. Leider wude der Eingangsbereich mehr oder weniger zur Sicherheitszone erklärt. Fast wie in Israel…

Große Plakate waren dort untersagt, und so haben sich die meisten Kundgebungsteilnehmer  gegenüber auf dem Mittelstreifen postiert.  Die Fotos stammen aus dieser Richtung und sind qualitativ nicht gut geworden..

Wir wurden durch die Vielzahl der anwesenden Polizei gut beschützt, gelten IOF Truppen doch als gemeingefährlich, ich erinnere nur an  den brutalen Überfall auf die Mavi Marmara, in internationalen Gewässern. Friedensmenschen mögen sie nicht, diese werden in Israel-Palästina rücksichtslos mit Tränengas, Pfefferspray, Gummigeschossen und auch Live- Munition beschossen.

Manche der IOF Truppenunterstützer waren über unsere Anwesenheit nicht sehr erbaut und auch bei den Journalisten war deutlich zu merken,  auf welcher Seite sie sich eingeordnet haben.. Kriegsverbrechen interessieren sie nicht., sie lieben Kriegsmusik und hätten uns gerne den Marsch geblasen…

Satire

Schön war das Wiedersehen mit Wiebke, Zaynab und Firas und den Menschen, welche ihn bei seinem Hungerstreik besucht und unterstützt hatten. Die nächste Demo ist am 9. November. Weiterlesen nach den Fotos…

Hier ebenfalls eine Protestaktion

Erinnerungen an “ Cast Lead“

Gerechtigkeit ?

Israel verweigert Ship to Gaza Gerechtigkeit in Israel einzufordern

Bitte gerne weiterleiten!
Weitere Gruppen/Menschen können den Aufruf unterzeichnen. Dies wird dann in der nächsten Woche veröffentlicht.
Für die OrganisatorInnen
mit herzlichen Grüßen,
Martin Forberg

P.S.:
Eine Gegenkundgebung ist angemeldet für den 9.11., 18:00 Uhr, Brandenburger Tor/Westseite (Platz des 18.März)

Der 9. November

– Gedenktag für die Opfer der Novemberpogrome von 1938 –

mahnt dazu, zu verhindern, dass Menschen wieder zu Opfern werden – und nicht dazu, neue Opfer zu schaffen

Diese Botschaft gegen staatliche Gewalt wird in ihr Gegenteil verkehrt, wenn am 9. November 2010 in unmittelbarer Nähe des Deutschen Bundestages in Berlin eine halboffizielle Veranstaltung stattfindet, zu der der Rüstungskonzern Dynamit Nobel Defence den israelischen Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, Yoram Ben-Zeev,  einlädt. Er soll über das Thema sprechen:“ Deutschland und Israel – gute Partner für den deutschen Mittelstand“. Auch das Bundesverteidigungsministerium ist vertreten, dessen Hauptabteilungsleiter Rüstung wird ein Grußwort sprechen.

Diese Veranstaltung im Zeichen einer „Kultur“ des Tötens ist keine offizielle Gedenkveranstaltung zum 9. November.  Dennoch: wenn am 9. November, dem Gedenktag für die Opfer der Pogrome von 1938, in den Räumen der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft e.V. (DPG) eine derartige Veranstaltung stattfindet, kann das schwerlich als Zufall gewertet werden: Die Veranstalter wollen offenbar ein politisches Zeichen setzen.

Während üblicherweise die DPG als überparteiliche Vereinigung von Abgeordneten verschiedener Parlamente dem Meinungsaustausch über Parteigrenzen hinweg dient, übernimmt hier die Rüstungslobby die Regie – und hat bei dieser Gelegenheit ein Rendez-vous mit den Freundinnen und Freunden der politisch-militärischen Klasse Israels arrangiert.

Diese Allianz läuft allen Friedensbemühungen zuwider.  Eine solche Zusammenarbeit bricht letztlich deutsches Recht, das die Lieferung von Waffen in Krisengebiete verbietet. Hinzu kommen die permanenten Verstöße aller israelischen Regierungen ebenso wie der israelischen Armee gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte. Die Produkte der israelischen Kriegs- und Rüstungsindustrie sind zum Teil an der palästinensischen Bevölkerung in den Besetzten Gebieten „getestet“ worden.

Wir fordern die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft auf, diese Veranstaltung im Zeichen von Rüstung und Krieg, im Zeichen des Tötens auch von Zivilistinnen und Zivilisten in ihren Räumen zu unterbinden.

Dynamit Nobel Defence steht übrigens in der Tradition der Dynamit AG, die als Teil der IG Farben im Zweiten Weltkrieg auch Werke in Stadtallendorf betrieb. Hier wurden über 100.000 Zwangsarbeiter „beschäftigt“, eingepfercht in Lagern, die von der SS kontrolliert wurden.

Die geplante Veranstaltung am 9. November 2010 ist ein Beispiel für die Instrumentalisierung der Nazibarbarei und ihrer Opfer durch deutsche und israelische Rüstungslobbyisten. Wer einen wirklichen Frieden auf der Grundlage gleicher Rechte für alle Menschen in Israel/Palästina will, kann sich nicht mit den Rüstungslobbys und den Strategen der Besatzung ins Benehmen setzen!

Keine Waffenlieferungen nach Israel!

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