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Die Al-Nusra-Front in der sog. syrischen Revolution #Syrien #Syria

03/06/2013

Von Barbara 02.06.2013 um 22:16

Die Al-Nusra-Front in der sog. syrischen Revolution

Vor Kurzem noch wollten Hollande und Cameron uns die Nusra-Front als «Freiheitskämpfer» andrehen und sie trotz des europäischen Embargos bewaffnen. Doch hat sie inzwischen immer mehr an Legitimität verloren, nun da die al-Nusra-Front Ayman al-Zawahiri, Nachfolger Ben Ladens an der Spitze der Al-Qaida, der versteckt irgendwo zwischen Afganistan und Pakistan leben soll, Treue gelobt hat. Diese offiziell gemachte Annäherung zeigt einmal mehr eine Realität vor Ort, die dem Westen völlig zu entgehen  scheint, der seine eigene Papierrealität schafft. Denn die wirkliche Realität ist kompliziert und aus ihrem Blickwinkel gesehen «enttäuschend».

In Wirklichkeit waren weder die Nusra-Front noch ihre Pläne zu irgendeiner Zeit unbekannt; seit ihrem offiziellen «Auftreten», das im Januar 2012 im Netz verbreitet wurde, hat sie nicht nur dazu aufgerufen,  gegen das «rafidi, kafer, ungläubige» Regime Bashar al-Assads zu kämpfen, sondern auch noch angekündigt, «einen islamistischen jihadistischen Staat in Syrien» errichten zu wollen in Hinblick auf  die «Wiedererrichtung des islamischen Kalifats». Solche Absichten wurden zuhauf im Sender al-Manara al-Baydaa, dem der Nusra-Front eigenen Sender, verkündet, der auch die militärischen Berichte und die Videos von den Operationen verbreitet, einschließlich der Selbstmordattentate.

So hat in dieser langen Periode von fast anderthalb Jahren diese Realität auf dem Schlachtfeld keinen Eingang in die westlichen Medien gefunden, die lieber hollywoodartige, romantisch verklärte Szenarien bevorzugten wie « Heimlich in Homs » u.ä., die von jeder Realität weit entfernt waren, indem sie uns eine « Revolution verkauften» von einem ganzen Volk, das gegen einen Clan kämpft. Der Artikel von Le Monde vom 6. April dieses Jahres ist nur ein kleines Beispiel von vielen: «In Syrien ist die Revolution auch das. Ja, sie ist vor allem das». Die Vorstellungskraft der Opposition und das Komplizentum und Geschick der Medien haben es geschafft, den Menschen einzuflüstern, die Nusra könnte ursprünglich eine Manipulation des syrischen Regimes sein, um die syrische Rebellion unglaubwürdig zu machen.

 

Diese Propaganda erweckt schlechte Erinnerungen an den Irak, an Jugoslawien, die Elfenbeinküste oder Libyen: Dieselbe vereinfachte Kriegspropaganda, die unter der Bezeichnung von Demokratie und Freiheit die geostrategischen Interessen des Atlantikpakts und seiner Freunde, seines Gefolges und seiner Klientel verbirgt.
Aber das Geschick und die Phantasie des Westens können uns trotzdem nicht um jeden Preis diese «Revolution» für die Freiheit und Demokratie unter der Leitung von islamistischen Fanatikern « verkaufen», selbst mit dem Komplizentum der Medien, die Leichen genauso gut wie Bilder, Statistiken und Ereignisse manipulieren. Eines jedoch ist sicher: Die syrische «Revolte», so wie sie vom Westen dargestellt wird, ist nicht mehr dieselbe seit dieser berühmten Erklärung und sie läuft Gefahr, als eine Revolte von «Lockvögeln» zu gelten, und das aus mehreren Gründen.
In der Tat läuft die Revolte, die im März 2011 begonnen hat, Gefahr, als « Köder » zu gelten und der Treueschwur, den die Nusra-Front dem al-Qaida-Chef  entgegengebracht hat, ist noch ein zusätzlicher Beweis dafür.  Man sollte sich daran erinnern, dass das offizielle Auftreten der al Nusra in Syrien im Januar 2012 begonnen hat, d.h. zehn Monate nach der « Revolte », nur sechs bis sieben Monate nach dem schlimmen Massaker an 120 Polizisten in Jisr al-Shugour (im Nordwesten) im Juni 2011 und den von etwa zwanzig ihrer Kollegen in Hama im August 2011, die getötet, verstümmelt und in den Orontes geworfen wurden, Massaker, die die westlichen Medien sofort der syrischen Regierung zugeschrieben haben. Keines der westlichen Medien wollte wissen, wer diese Polizisten auf diese barbarische Weise getötet hatte. Schlimmer noch,  Zivilisten wurden sogar als Shabbihas verunglimpft. Dieser Ausdruck bezeichnet nicht nur Hilfstruppen des Regimes, sondern jeden, der nicht für die «Revolution» ist, sogar die, welche neutral sind. Al-Bouti, der große sunnitische Theologe, der vor gar nicht langer Zeit ermordet worden ist, wurde auch als «Shabbih» beschuldigt. Auf diese Weise wurden syrische Führungskräfte, Ärzte, Forscher, Lehrende, Sportler, Journalisten, christliche und muslimische Würdenträger, Geschäftsleute und manchmal auch nur einfache Beamte oder Bürger kaltblütig und unter dem Stillschweigen und der Verachtung der Medien ermordet unter dem Vorwand, sie seien Shabbihas.

Um diese Realität vor Ort zu verstehen, muss man bestimmte Punkte berücksichtigen.
Die syrische Regierung hat immer betont, dass die meisten Kämpfe und  Schreckenstaten von diesen extremistischen Gruppen begangen werden, die aus dem Ausland kommen und von einer Koalition feindlicher Länder finanziert werden. Der Regierung zufolge gibt es keinen Bürgerkrieg.
Gut, man muss diese These der Regierung nicht unbedingt unterstützen, aber es gibt Tatsachen auf dem Schlachtfeld. Im Westen glaubte niemand daran, dass er der «Propaganda des Regimes» Glauben schenken müsse. Bilder und Informationen wurden daher zensiert, selbst wenn gewisse Medien sich zu fragen wagten, wenn auch nur zaghaft, wie es der Fall in der Tageszeitung Ouest-France in einer kurzen Nachricht vom 8. April 2011 war, d.h. kaum drei Wochen nach Ausbruch des «syrischen Aufstands“: «19 Tote und  75 Verletzte bei den Sicherheitskräften in Deraa?»

Die al-Nusra-Front ist nicht nur für ihre Selbstmordattentate bekannt, sondern sie ist auch die bestbewaffnete und am Besten strukturierte Gruppe. Schlimmer noch, sie ist die Gruppe, die das Schlachtfeld und die «befreiten» Gebiete in Aleppo, Idlib, Deir Ezzor, Ras al-Ain oder Raqqa dominiert, und die Mehrheit ihrer Kämpfer sind Ausländer, die von überall her gekommen sind. Außerdem führt diese Gruppe die «befreiten Gebiete» «wie ein wirklicher Staat» durch ein islamisches Gericht mit anderen Jihadistengruppen zusammen, trotz einer gewissen Rivalität. Im Übrigen bestimmt unter «diesen Rebellen ohne Glauben oder Gesetz die Nusra, was Gesetz ist […], denn sie ist die Einzige, die genügend stark ist», erklärt ein Kämpfer in einer Reportage der AFP vom 11. April dieses Jahres.

Und unter ihrem Banner haben sich tatsächlich die wichtigsten Rebellengruppen von Aleppo gruppiert, mit den Jihadisten der Al-Nusra-Front an der Spitze und den Salafisten von Ahrar al-Cham, sowie der Liwa al-Tawhid.

Trotzdem werfen die drei Gruppierungen auch Fragen auf, denn ihr religiöser Radikalismus erzeugt durchaus Angst: «Das Problem mit unseren Brüdern der Al-Nusra ist, dass sie von heute auf morgen unsere Frauen wie die in Afganistan verhüllen wollen», beurteilt der Anführer einer Rebellenbrigade kurdischen Ursprungs die Lage. «Wir haben nie so gelebt, man kann uns nicht von heute auf morgen die Scharia so aufzwingen».
Außerdem war es das Banner der Al-Nusra-Front, das anlässlich der Einnahme der Luftwaffenbasis von Taftanaz in der Umgebung von Idlib im letzten Januar, der Basis von Sheikh Soleyman, der Städte Raqqa oder Deir Ezzor gehisst wurde, selbst die Fahne der „Revolutionäre“ ist der von al-Nusra gewichen.

In der Tat ist die Nusra keine Ausnahme und andere Jihadistengruppen bestehen ebenfalls mehrheitlich aus Ausländern, wie die berühmte Ghuraba al-Sham (was im Arabischen soviel bedeutet wie «die Ausländer der Levante» (nämlich Syriens). Diese Gruppe führt Operationen zusammen mit der Nusra durch, vor allem im Nordosten Syriens, in den Grenzstädten zur Türkei und mit deren Komplizenschaft, wie in Ras al-Ain, einer mehrheitlich kurdischen Stadt mit einer arabischen christlichen und armenischen Bevölkerung. Dasselbe kann man von der Gruppierung al-Mouhajirin sagen (deren arabischer Name «die Einwanderer» bedeutet in Anspielung auf die Bewohner von Mekka, die die Stadt zu Zeiten Mohammeds in Richtung Medina verlassen haben, um vor den «Ungläubigen» in Mekka zu fliehen). In Wahrheit akzeptieren alle Jihadistengruppen, egal welche, Ausländer in ihren Reihen. Der Tod eines 38-jährigen Franzosen, Raphaël Gendron, im Norden am 12. Mai beim Kampf in der salafistischen Brigade Suqour al-Sham (Die Falken der Levante) unter Führung von Abdelrahman Ayashi, Sohn des radikalen Imams Bassam Ayashi, ist nur ein kleines Beispiel unter Anderen (s. Artikel von Georges Malbrunot im Figaro vom 15. April).
Ständig werden schwerste Verbrechen nicht nur gegen die Soldaten der syrischen Armee, sondern auch gegen syrische Zivilisten, vor allem bei den Minderheiten, begangen: Ethnische Säuberungen, Zerstörung der christlichen, schiitischen, alawitischen Kultstätten, Dörfer und Viertel, die völlig von ihrer Bevölkerung in Aleppo und in Jisr al-Shughour geleert wurden, wie auch von Idlib bis nach  Ras al-Ain. Allein in Homs in Zentralsyrien wurden mehr als 80 000 Christen vertrieben und alles, was sie besaßen, als Kriegsbeute nach der Scharia konfisziert; ohne von der Zerstörung ihrer Kirchen, vor allem in ihrem historischen Viertel al-Hamidyeh zu sprechen, das bekannt ist für seine Kirche Umm al-Zennar, die fast 2000 Jahre alt ist. Erinnert werden soll auch an die Chlorfabrik und die Warenlager, die die Nusra im letzten August besetzt hat. Diese Fabrik etwa 50 km im Osten von Aleppo an der Straße nach Raqqa steht noch immer unter der Kontrolle der Nusra, die höchstwahrscheinlich für den chemischen Angriff gegen Khan al-Assal bei Aleppo im April verantwortlich war.

Trotzdem hindern diese Tatsachen unsere Medien nicht an dem Versuch, uns ein ziemlich «sauberes» Bild von diesem Al-Qaida-Ableger «verkaufen» zu wollen: So schreibt der Figaro in einem Artikel vom 11. April : «In Syrien sucht  al-Nusra dagegen nur Soldaten und Verantwortliche des Regimes zu treffen» und schweigt zu den sehr spektakulären Selbstmordattentaten, die Hunderten von syrischen Zivilisten in Damaskus und Aleppo das Leben gekostet haben und zu denen sich gerade diese Gruppe bekannt hat, ganz zu schweigen von den Massakern mit diplomatischem Hintergrund, nämlich denjenigen, welche vor jeder Zusammenkunft der UNO oder der Arabischen Liga begangen wurden und die die westlichen Regierungen und Medien nicht schnell genug der syrischen Regierung anhängen konnten! Haula, Tremseh, Aqrab… die Liste ist lang!

In einem Oppositionsvideo aus der Gegend des Hauran im Süden Syriens, nahe der jordanischen Grenze vom 14. April, also nach der Treueerklärung der al Nusra-Front zum al-Qaida-Chef, sagt der Kommentator, dass die FSA eine Operation zusammen mit der Nusra gegen die syrische Armee unternimmt. Er erklärt, dass diese Operation darin besteht, «die internationale Straße, die dieses Gebiet mit Damaskus verbindet, zu blockieren, um den Vormarsch der syrischen Armee zu verhindern».
Desgleichen weigerte sich am Freitag, den 12. April, auf dem saudischen Sender al-Arabiya Abdel-Kader Saleh, der Anführer der Salafistenbrigade al-Tawhid, einer der größten Brigaden in der Gegend von Aleppo, die von der Nusra und den Moslembrüdern unterstützt wird und im Norden sehr aktiv ist, die Nusra als terroristischen Organismus zu betrachten.
Vor einigen Wochen hat der damalige FSA-Chef, Oberst Ryad al-Assaad, der Jihadistengruppe offen seine Unterstützung zugesagt und von Washington gefordert, die al Nusra-Front nicht als «terroristische Organisation» zu führen. Moaz al-Khatib, damals Präsident der Koalition, hat das Gleiche gemacht und vor nicht allzu langer Zeit von Washington verlangt, die Erklärung der Nusra als terroristischer Organisation rückgängig zu machen.
Zudem wurde diese Zusammenarbeit zwischen den Jihadisten und der sog. FSA erwartungsgemäß durch Louai Mikdad, Sprecher der FSA, bestätigt, auch wenn er deren «Al-Qaida-Ideologie» ablehnte: «Die FSA nimmt die Al-Qaida-Ideologie nicht an, aber die Zusammenarbeit mit der Al-Nusra-Front wurde uns durch die Lage vor Ort auferlegt». Auf diese Weise bleibt die Opposition ihrer üblichen und natürlichen Abweichung innerhalb ihres Militärapparates FSA treu.

Doch der wichtigste Faktor ist das Gesicht dieser islamistisch-wahhabitischen Revolution und ihrer vielfältigen Zerstörungen. Es sind die unmittelbarsten Erfolge der «Befreiung», die von diesen fantatischen Revolutionären erzielt wurden, die von den Ölpotentaten bezahlt werden.  Das sind die Toten, der Aufruf zum Völkermord der Minderheiten, vor allem der Alawiten… «Alawiten in den Sarg, Christen nach Beirut» verlangen die Parolen, die zum konfessionellen Hass aufrufen und von der Ikone der syrischen «Revolution», dem Fußballer Abdel-Basset Sarout, ausgesprochen und letztes Jahr ohne sein Wissen in Khaldiyeh (Homs) vom französischen Fernsehen gefilmt worden waren: «Wir sind alle Jihadisten. Homs hat sich entschieden: Wir wollen die Alawiten auslöschen!»

Schon am 10. Tag des «syrischen Frühlings», nämlich am 25. März 2011, schreit eine versammelte Menge vor der Moschee Abu Bakr al-Siddiq in der Küstenstadt  Jableh nicht nur das Bekenntnis zum muslimischen Glauben «Es gibt keine Gottheit  außer Gott und Mohammed ist der Prophet Gottes!», sondern vor allem «Wir wollen keine Schiiten, nein zum Iran, nein zur Hezbollah!», wie man es seinerzeit in ihrem Video sehen und hören konnte.
Einen Monat später verlangt der wahhabitische Sheikh Saleh Lahidan von den Syrern, und er ist nicht der Einzige, die «Revolution gegen Bashar, den ungläubigen Nusseiri, und seine Sekte fortzusetzen … selbst wenn man ein Drittel der Syrer töten müsste,  dem Theologen Ibn Malik folgend». Ibn Malik (711-795) ist der Gründer der malikitischen Schule, der ältesten der vier offiziellen Rechtsschulen der sunnitischen Muslime. Ihr gehören etwa 20% der Muslime der Welt an. Sie ist die drittgrößte Schule, was die Praktizierenden anbelangt, auf dem europäischen Festland  ist sie die erste.
Schlimmer noch, um das Massaker an den Alawiten zu rechtfertigen, benutzt der wahhabitische Sheikh Saleh Lahidan eine alte Fatwa aus dem Mittelalter von Ibn Taymiyya, der Inspirationsquelle des Wahhabismus und und des modernen Jihadistentums, wobei er darauf besteht, dass «der Islam Demonstrationen verbietet, außer wenn der Regierende “ungläubig” ist, wie es der Fall von Bashar al-Assad ist». Er fügt hinzu, dass «die Jihadisten in Syrien für Allah und seine Religion kämpfen müssen und nicht, um einen laizistischen Staat zu errichten». Man fragt sich nur, wie der Sheikh kaum einen Monat nach Beginn des «syrischen Frühlings» schon wusste, dass es Jihadisten gab?

Man musste das Ende des Jahres 2012 abwarten, um zu erleben, dass die Artikel über Syrien sogar einer französischen neokonservativen Internetseite, atlantico.fr, eine spürbare Entwicklung durchmachten und nicht mehr zögerten, die wenig demokratische und offen extremistische Natur der syrischen «Revolution» offenzulegen und so plötzlich die praktizierte Falschinformation der bis dahin angesehensten europäischen Medien in Frage stellten. So zum Beispiel der sehr kritische Artikel gegen die Kriegsberichterstattung in Syrien vom 18. Dezember 2012, der sich auf die Zeugenaussagen zweier englischsprachiger Reporter stützte, des Iren Patrick Cockburn und Elisabeth Kennedys. Cockburn beschrieb seine Eindrücke in der englischen Tageszeitung The Independent, die politisch eher im Zentrum steht und sich allgemein offen gibt.

Im Übrigen bekämpft der takfiristische Wahhabismus seinem Wesen nach nicht nur den moderaten Islam, sondern vor allem die Minderheiten. Wahhabismus und Minderheiten können nicht nebeneinander existieren. Man braucht bloß einmal die wahhabistisch-salafistischen Sender, vor allem Wissal und Safa, hören, die dazu aufrufen, den Gottlosen die Kehle durchzuschneiden, um das Paradies zu erlangen.
Und nun ein genereller Aufruf zum Jihad als Aufgabe für jeden Muslimen, um «die von den ungläubigen Alawiten, den Gangs von Bashar al-Assad massakrierten Sunniten zu schützen!» Dieser Aufruf wurde von den sog. «Gelehrten und Theologen des Bilad al-Sham, der Levante» gestartet, die uns die syrische «Revolution» als  einen Religionskrieg gegen eine «ungläubige» Minderheit weismachen wollten, welche von den «ungläubigen  Schiiten des Irans und der Hezbollah» unterstützt werde, um eine sunnitische Mehrheit auszulöschen.

Dazu kommt die zweideutige Position einer syrischen Marionettenkoalition ohne Verankerung in der Bevölkerung. Diese Marionettenopposition, die vom Volk nie gewählt wurde, hat schon im Dezember letzten Jahres den scheinheiligen amerikanischen Beschluss, al Nusra auf die Liste der terroristischen Organisationen zu setzen, kritisiert. Sie meinte dazu, künftig alles zu tun, um «die Nusra davon zu überzeugen, ihren Kampf innerhalb der Grenzen des syrischen Nationalstaats zu führen, weit entfernt von einem Kalifat über die ganze Levante, das Al-Qaida  nach dem Sturz Assads errichten will». Als ob diese Koalition hier etwas zu sagen hätte! Und wie wir oben gesehen haben, sind die Übergänge zwischen al-Nusra, anderen Jihadistengruppen und der FSA fließend, wobei letztere ohne hoch entwickelte Waffen kämpfen und neben den erfahrenen und gut bezahlten Kriegern  der Nusra-Front richtig blass aussehen.

Darüber hinaus würde die Treue der Nusra–Front zu Al-Qaida die Anti-Assad-Front innerhalb und außerhalb Syriens schwächen. Frankreich, Großbritannien und Qatar wollen nicht nur eine islamistische Rebellion bewaffnen, sondern auch die Söhne Ben Ladens über die Nusra-Front. Außerdem erweist diese Sache im Endeffekt der Regierung einen Dienst, die die Chance hat, auf so entgegenkommende wie dumme Gegner zählen zu können, die nur eine Obsession haben, nämlich das Regime zu Fall zu bringen, egal welche Mittel anzuwenden sind und selbst wenn es zwanzig Jahre dauern sollte.

«Es ist heute klar, dass Frankreich und England vernünftigerweise keine hochentwickelten Waffen an die syrische Opposition liefern können, wenn sie wissen, dass es ein starkes Risiko gibt, dass sie in die Hände von Jihadistengruppen wie der Al-Nusra-Front fallen, die sie gegen die Interessen des Westens und anderer Länder in der Region richten könnten», erklärt Fabrice Balanche, Direktor der Forschungs- und Studiengruppe über das Mittelmeer und den Nahen Osten, bei einem Interview von FRANCE 24. Das ist die Stimme der Weisheit, aber sind Hollande und Cameron in ihrem anti-Bashar- und pro-Rebellionswahn bereit, darauf zu hören? Haben sie vom afganischen Drogenhandel gehört, der an die 20 000 Söldner in Syrien finanziert?

«Bis zu 20 000 in Syrien tätige Söldner werden mit dem Geld finanziert, das vom afganischen Drogenhandel stammt», hat am 11. April der Direktor des russischen föderalen Dienstes zur Kontrolle der Betäubungsmittel, Viktor Iwanow, erklärt.

So verurteilt der irische Journalist und Schriftsteller Finian Cunningham die «Mainstream-Medien», die den Ausdruck Rebellen statt Terroristen verwenden, wenn es darum geht, die Söldner zu benennen, die in Syrien agieren: «Das sind Leute, die die terroristischen Methoden für sich beanspruchen. Sie begehen die schlimmsten Verbrechen und unsere Medien rechtfertigen sie im Namen der Demokratie», folgert er in seinem Artikel vom 14. April bei der Strategic Culture Foundation.
Und weiter: «Es ist eine spürbare Tatsache. Die syrische Krise ist das Ergebnis verräterischer Handlungen der westlichen Regierungen mit Hilfe ihres Medienapparats. Die Medien im Westen sagen kaum die Wahrheit darüber, was wirklich in Syrien los ist, nänlich darüber, dass der westliche Imperialismus der Auslöser der humanitären Krise in diesem Land ist. Alles spricht dafür, dass die Westmächte absichtlich die Gewalt verlängern, um den notwendigen Vorwand zu finden, ihre Kriegswerkzeuge im Nahen Osten zu vervielfältigen.»
Es ist selten, dass eine Stiftung kulturellen Anspruchs in den Vereinigten Staaten die Zensurschranken niederreißt und offen von einem internationalen Krieg spricht, der seit mehr als zwei Jahren gegen Syrien geführt wird.

Ein prüfender Blick auf die syrische Krise zeigt uns, dass die Zeit und die Islamisten für Bashar al Assad arbeiten. So sind  nach mehr als zwei Jahren eines immer umkämpfteren und blutigeren Konflikts Bashar al Assad und seine Regierung weit davon entfernt, am Ende zu sein. Der syrische Präsident kann immer noch auf eine loyale Armee aus Tausenden Soldaten zählen, von seinem Monopol auf die Beherrschung des Luftraumes ganz zu schweigen. Zudem zeigt uns selbst eine nur minimale Kenntnis des Schlachtfeldes und der syrischen Gesellschaft, dass die große Mehrheit dieses Volkes keineswegs von dem Plan eines Kalifats oder eines Chaos, «getragen» von den bewaffneten FSA-islamistischen Banden, in Versuchung geführt wird.

Desgleichen dienen die diplomatische Sackgasse und die Sturheit, um jeden Preis  und ohne jeden politischen Durchblick die Abdankung von Assad zu verlangen und jeden Dialog mit ihm zu verweigern, objektiv gesehen der syrischen Regierung. Sie geben ihr vor allem eine «gewisse Handlungsfreiheit» im militärischen und politischen Bereich und machen aus ihrem Präsidenten vielleicht einen Helden des nationalen Widerstands gegen die atlantischen Pläne. Das wird übrigens so von einem großen Teil der syrischen Bevölkerung gesehen.

Tatsächlich ist der Terrorismus der Al-Qaida ein formbarer Begriff, der an die Geopolitik und die Bündnisse gekoppelt ist.  Wenn Al-Qaida den Interessen der Atlantisten dient, dann schließen diese die Augen. Wir haben das beste Beispiel mit einem Hollande in Frankreich, der die Islamisten in Mali zu bekämpfen vorgibt, sie aber in Syrien bewaffnen will. Wo liegt der Unterschied?

Für die syrische regierungsnahe Zeitung al-Watan bestätigen die Stellungnahmen von Al-Qaida die Tatsache, dass die syrische arabische Armee «gegen Terroristen kämpft» und Assad sie deshalb da treffen kann, wo er es für notwendig erachtet, denn zur Zeit und in den Augen der ganzen Welt bekämpft er Al-Qaida.

Kurz gesagt, nichts Neues unter der diplomatischen Sonne: Man erkennt an, dass die Nusra eine Terrororganisation mit Verbindung zur Al-Qaida ist, aber man verweigert jeden Dialog mit der Regierung und pflegt die Illusion eines militärischen Sieges der islamistischen „Rebellen“ oder einer Veränderung des russischen Standpunktes.
«Der militärische Erfolg, der von der syrischen Rebellion errungen wurde, könnte Moskau zwingen, seinen Standpunkt hinsichtlich des Regimes in Damaskus zu überdenken», verkündete der französische Figaro in seiner Nummer vom 5. Dezember letzten Jahres, während die Realität eine ganz andere ist, heute wie gestern.

All das verlängert nur das Leiden eines ganzen Volkes und gibt grünes Licht zur weiteren massiven und programmierten Zerstörung Syriens. Und doch, unabhängig von allen militärischen Erwägungen macht  der gesellschaftliche Plan dieser verblendeten islamistischen Fanatiker ihnen jegliche Hoffnung auf Erfolg in Syrien zunichte, ohne dass man von ihrer schon seit zwei Jahren gut dokumentierten ideologischen und psychologischen Natur sprechen müsste.

Quellen : Investig’Action  und verschiedene Webseiten

https://urs1798.wordpress.com/2013/05/31/qusair-lugen-und-abdel-kader-von-aleppo-welcher-zur-hilfe-von-homs-geeilt-sein-soll-syria-syrien/

5 Kommentare leave one →
  1. Karsten Laurisch permalink
    03/06/2013 20:16

    http://sana.sy/eng/337/2013/06/03/485461.htm

    Armee beseitigt Terroristen in mehreren Gebieten

    PROVINZEN, (SANA) Armeeeinheiten setzten am Montag einer bewaffneten terroristischen Gruppe einen Hinterhalt welche unterwegs war aus Hisiyaa zur Stadt al-Qseir durch den Ort Wadi al-Sail nahe der Schnellstraße Homs – Damaskus.
    Der Sana Reporter zitierte eine Quelle in der Provinz wie sagend dass die Kräfte einen Pickup zerstörten mit all den Waffen und der Munition in ihm, töteten 4 Terroristen innerhalb des Autos.
    Eine Einheit von den bewaffneten Kräften tötete alle Mitglieder von einer bewaffneten terroristischen Gruppe nahe dem Dorf al-Huseinieh während sie aus der Stadt al-Qsier flohen im Landkreis Homs.
    Eine andere Einheit tötete eine Anzahl von den Terroristen und verletzte andere der Schule und der Moschee von Um al-Sakher, nördlich von al-Dmaineh al-Sharqieh.
    Die Quelle sagte dass eine Anzahl von den Terroristen getötet wurden in mehreren Operation gegen ihre Verstecke in Kherbt Gimrah, südwestlich von Hissiyaa, Aqrab, im Landkreis al-Hola, nahe Bait Sowaiss in Talbeiseh und nahe der Mustafa Bash Moschee in Bab Hud in Homs.

    .

    Armee führt die Operationen weiter gegen die Terroristen im Landkreis Damaskus

    Armeeeinheiten beseitigten die meisten Mitglieder von einer bewaffneten terroristischen Gruppe die sich selbst nannte „Katibet Shabab al-Huda“ westlich von der Kleinstadt al-Shifouniye im Gebiet Douma, Landkreis Damaskus.
    Khaled Khebiye, Adel Oyoun und Yousef Taha wurden identifiziert unter den toten Terroristen.
    In der Kleinstadt von Hejjeira, eine Armeeeinheit tötete und verletzte eine Anzahl von ausländischen Terroristen, zerstörte ihre Waffen und Ausrüstung . Unter den toten Terroristen waren ein Libyer namens Sarata Abu Habib und Rami Khalifa.
    Eine andere Einheit kämpfte mit Terroristen aus der Jabhat al-Nusra westlich von der Kleinstadt von Halboun, beseitigte die meisten von seinen Mitgliedern inklusive Abu Mohammad al-Shami und Abu Firas al-Jazrawi.
    In der Stadt von Harasta, eine Armeeeinheit vereitelte den Versuch der Terroristen 27 Bomben zu zünden die im Gewicht von 25 bis 30 reichten welche verlegt wurden südöstlich von der Wasserversorgungseinrichtung und vorbereitet zur Fernzündung.
    Ebenfalls in Harasta, die Armee beseitigte die Mitglieder von einer terroristischen Gruppe inklusive ihres Anführer Anas al-Arbiniye und Omar Qadado.
    Eine Armeeeinheit kämpfte mit einer terroristischen Gruppe südöstlich von der Kleinstadt von al-Mleiha, hinterließ mehrere Terroristen verletzt oder tod inklusive Mahmoud Abu Habra und Hussam al-Aqra’a.
    In den Farmen rund um der Kleinstädte al-Mansoura und al-Bahariya sowie al-Qarya al-Shamiy im östlichen Ghouta Gebiet, die Armee zerstörte zwei Mörserwerfer sowie schwere Maschinengewehre und beseitigte Terroristen, inklusive Ahmad Arbash, Mohammad al-Rashed, and Mahmoud al-Rez.
    In Jobar, Armeeeinheiten kämpften mit terroristischen Gruppen, beseitigten eine Anzahl von ihren Mitgliedern und zerstörte ihre Waffen sowie die Ausrüstung.

    .

    Armee beseitigte Jabhet al-Nusra Terroristen im Landkreis Lattakia

    Die Armee zerstörte Ansammlungen und Verstecke der Terroristen in den Gebieten von al-Furunluq, al-Durra and al-Kabeer im nördlichen Landkreis Lattakia und tötete eine Menge von Jabhat al-Nusra Terroristen sowie zerstörte ihre Waffen.
    Eine öffizille Quelle teilte Sana mit dass die Terroristen Abu Obaith, von libyscher Nationalität und Anführer von der terroristischen Gruppe zugehörig zur Jabhat al-Nusra, Abbas Noor Eddin und Hussein al-Ghasheem wurden identifiziert unter den Toten.
    Die Armee zerstörte ebenfalls eine Anzahl von Raketen sowie schweren Maschinengewehren und beseitigte eine Menge von den Terroristen in den Kleinstädten von Bait Shurooq und al-Suda, ergänzte dass der Terrorist Bashar Wadfa, Anführer von dem sogenannten „Nour Eddin al-Zinki Bataillon“ terroristischen Gruppe, wurde verletzt während der Operation.

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    Armee beseitigt Terroristen im Landkreis Daraa

    Eine militärische Quelle sagte das Einheiten von den bewaffneten Kräften dem Angriff bewaffneter terroristischer Gruppen entgegentraten auf eine Anzahl von militärischen Kontrollpunkten in Bosra al-Sham im Landkreis Daraa, verursachten schwere Verluste unter ihnen.
    In einem Statement zu Sana, die Quelle ergänzte dass die meisten Mitglieder von den bewaffneten Gruppen getötet sowie verletzt wurden und ihre Waffen sowie die verbrecherischen Werkzeuge wurden zerstört.

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    Armeeeinheiten beseitigen Terroristen in Aleppo und seinem Landkreis

    Einheiten von den bewaffneten Kräften töteten und verletzten mehrere Terroristen im Gebiet rund um dem Zentralgefängnis, dem Flugplatz Minnegh, Khafer Hamra und Bustan al-Kaser.
    Eine offizielle Quelle teilte dem Sana Reporter mit dass die Armeeeinheiten Waffen und Munition der Terroristen zerstörten, inklusive schwerer Maschinengewehre welche benutzt wurden durch die Terroristen benutzt wurden um das Zentalgefängnis in Aleppo und das Industriegebiet in al-Sheikh Naja anzugreifen.
    Die Quelle ergänzte dass eine Armeeeinheit mit Terroristen kämpfte welche Handlungen von Terrorismus verübt hatte an der Straße Aleppo – Idleb, verursachte schwere Verluste unter ihnen.
    Die Quelle wies darauf hin dass andere Armeeeinheiten Operationen ausführten gegen die Terroristen im Gebiet rund um dem Flugplatz Minnegh, tötete und verletzte eine Menge von ihnen in den Dörfern al-Zyara und al-Alqamia, zusätzlich zur Zerstörung ihrer Ausrüstung.
    In Khan al-Assal, die Armeeeinheiten wehrten Terroristen ab welche versuchten in das sichere Gebiet zu schleichen, töteten und verletzten mehrere Terroristen, während andere Armeeeinheiten Ansammlungen der Terroristen der Terroristen zerstörten, einen Mörser und eine Anzahl von Maschinengewehre in den Dörfern Babes, Khafer Hamra und al-Tamoura.
    Im gleichen Zusammenhang, andere Armeeeinheiten kämpften mit den bewaffneten terroristischen Gruppen an Bab al-Haded Kreisverkehr im al-Maadi Gebiet und im Gebiet rund um der großen Umayyaden Moschee, töteten und verletzten mehrere Terroristen, zusätzlich zur Zerstörung ihrer Ausrüstung.
    Andere Armeeeinheiten zerstörten Höhlen und Ansammlungen der Terroristen in Bustan al-Kaser, zusätzlich zum vereiteln terroristischen Versuches in das Dahrit Abdrabo Gebiet zu schleichen, töteten und verletzten eine Anzahl von ihnen.

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    Straßenrand Bombenexplosion verursacht Sachschaden in Hasaka

    Terroristen jagten eine Straßenrand Bombe hoch die sie an der Straße des Gemeindestadium im Zentrum von der Stadt Hasaka verlegten, ohne berichtete Opfer.
    Eine Quelle in der Provinz teilte Sana mit dass die terroristische Explosion im Gebiet Sachschaden verursachte.

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