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Tagebuch aus Syrien

15/06/2014

Herzliche Grüße an die Tagebuchschreiber/in. Bleibt gesund und unverletzt.

Es sollte noch ein zweiter Teil kommen, leider hier nicht vollständig angekommen, kein Anhang dabei.

 

-Aktuell: „Zu Kassab heute kommt noch hinzu, dass es befreit ist, dass die sog. Freiheitskaempfer aber die Marienkirche abgebrannt haben.“

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Von Urs Zwischenbemerkung:

Kassab: http://breakingnews.sy/en/article/40786.html

Anmerkung, bereits ein paar Tage her, ich wusste nicht ob ich es veröffentlichen darf. Deshalb mit Verspätung.

Wie kommen deutsch-französiche  Milanraketen nach Kassab, vorher in den Händen der Jabhat Al Nusra!

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.518065164961340.1073741923.355786131189245&type=1

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TAGEBUCH

Qaradawi nennt die Kaempfe des islamischen Staats Revolution!“

Wo mischt die H. mit in -syr?
http://french.almanar.com.lb/adetails.php?fromval=2&cid=37&frid=18&seccatid=37&eid=162215

Hallo,
ich führe hier eine Art Tagebuch aus dem Vorderen Orient, da ich ja kein Internet habe. Jedesmal, wenn sich mir die Gelegenheit bietet, versuche ich mit Hilfe eines Flashsticks meine Aufzeichnungen abzuschicken, auch wenn ich dann kaum Zeit haben werde, irgendetwas Anderes zu lesen.

2.6.2014:
Ich entdecke neue Fernsehsender: Im Libanon Nabil Berry Network, libanesischer Sender der Bewegung Amal, schiitisch, aber ohne religiöse Konnotation. Husein Mortadah wird dort gerade interviewt.
Wie viele arabischsprachige Anti-Syrien-Sender es gibt: Al Taghier, Free…Syria (FSA mit Kolonialflagge) mit Berichten aus Jobar z.B., Halab Today, al Bayan, Majd, Shedda mit der Kolonialflagge und Qaidagesängen, Deir Ezzor TV, wo die Kämpfer ebenfalls hochgelobt werden, kein Wunder, dass mancher Taxifahrer im Nachbarsland über die syrische Revolution spricht und sich selbstherrlich über 40 Jahre Herrschaft derselben Familie aufregt, als ob in den Königreichen rundherum die absolutistische Herrschaft nicht noch viel länger dauerte und sie in vielen Ländern dort nicht einmal aufgeklärt, geschweige denn parlamentarisch ist! Die Liste der antisyrischen Sender ist damit bestimmt noch nicht erschöpft.
Buthaina Shabaan, Medienberaterin des syrischen Präsidenten, wird bei Al Mayadeen interviewt. Sie hat mehrere Bücher auf Englisch geschrieben. Muss mal sehen, was ich davon finde. Vielleicht, wenn ich wieder Internet habe.
Ich kenne Right and Left-handed von ihr, ganz gut, über die arabischen Frauen. Ist aber schon eine Weile her, dass sie das geschrieben und ich es gelesen habe. Hatte das Buch damals Freunden geliehen, die damit umgezogen sind und ich habe den Kontakt zu ihnen verloren. Seitdem ist das Buch auch weg.
Heute sind ganze Ladungen von Leuten aus den Golfstaaten, vor allem Kuwait und Emiraten zum Wählen in Syrien eingetroffen.
Das libanesische Regierungskabinett (14. März) hat die Syrer gewarnt: Wenn ihr morgen an die Grenze zum Wählen geht, wird euch der Flüchtlingsstatus aberkannt.
Ansonsten Putztag. Brrrr.

3.6.
Die Wahlen in Syrien beginnen um 7h morgens, um 8h30 stehen schon große Menschenschlangen vor den Wahlbüros. Ugarit Dendash von al Mayadeen ist in Aleppo. Ich erfahre, dass sie in Lattakia ein Geschenk bekommen hatte, weil sie so objektiv berichtet habe.
Die Leute stehen vor den Wahlbüros Schlange, überall Trommeln, Parolen für Assad, Gesang, Leute tanzen, Volksfeststimmung. Ugarit fragt einen Wähler, ob er keine Angst habe, dass heute irgendetwas geschehe. Antwort: Seit drei Jahren leben wir nun mit der Gefahr und der Bedrohung, da werden wir ausgerechnet am Wahltag nun besondere Angst haben?
Sehr viele Frauen unter den Wählern, alle Kategorien und Religionen, alt und jung, konservativ und fortschrittlich. Die geistlichen Würdenträger jeder Couleur gehen alle zusammen zum Wählen. Solidarität groß geschrieben!
Die Leute wählen und wenn sie ihren Wahlumschlag (!) in den durchsichtigen Behälter werfen, müssen sie ihren Daumen in ein Töpfchen mit Farbe drücken, die erst nach ein paar Tagen weggeht, um zu verhindern, dass jemand zweimal die Stimme abgibt.
Große Feiern in Nabk, Qusseir, Tartous, Lattakia, Damaskus, Sweida.
Viele Menschen an der libanesisch-syrischen Grenze. Die Drohungen des 14. März haben nichts genützt, die Menschen sind zahlreich zur syrischen Grenze gefahren oder gegangen, um zu wählen, der 14. März schäumt. Das Gerücht wird ausgestreut, die Hezbollah habe die Flüchtlinge zur Wahl gezwungen!
Man kann zwar Flüchtlinge an der Wahl hindern, aber sie dazu zwingen, wie ist das bei einer geheimen Wahl möglich? Ich kann ja immer noch eine ungültige Stimme abgeben, indem ich zwei oder drei Kreuzchen statt einem mache.

Die Wahlen werden bis Mitternacht verlängert, da zu viele Menschen wählen wollen. Viele Menschen nehmen das als Herausforderung der Syrer gegen die Feinde des syrischen Volkes wahr. Mancher, der vielleicht nicht zur Wahl gegangen wäre, tut das nun, da er sieht, dass Syriens Feinde dies mit allen Mitteln verhindern wollen. Vor allem wissen sie, dass, wenn Bashar weg ist, das Land Gefahr läuft, auseinander zu brechen. Deshalb sind ja USrael und ihre westlichen Lakaien so dahinter her, dass Bashar abtritt.
Manche Leute gehen nicht einmal in die Wahlkabine, sondern stimmen gleich so vor allen anderen Leuten ab. Naja, wenn sie schon vorher lautstark ihre Unterstützung für Bashar ausgerufen haben, dann weiß ja sowieso jeder, wie sie abstimmen werden.
Um 9h abends noch immer Volksfeststimmung. Nach der Wahl feiern die Leute einfach weiter. Tausende syrischer Fahnen sind zu sehen.
In den feindlichen Sendern werden ein paar Hanseln aus der Damaszener Ghouta interviewt, die brav sagen, dass sie die Wahl unrechtmäßig finden. Naja, Jobar ist ja noch am Kämpfen gegen demokratische Wahlen, für ein takfiristisches Syrien, das sicher besonders demokratisch wäre, wie man an einigen „islamistischen Emiraten“ im Norden Syriens feststellen kann, so mit Handabhacken usw. wie in den Vorzeigedemokratien des Golfs.
Beobachter der Wahlen aus Brasilien, Bolivien, Venezuela, Iran werden interviewt. Alles verläuft korrekt.
In Qamishli haben auch sehr viele Kurden ihre Stimme abgegeben.
Habe heute die ersten Freundinnen getroffen. Schönes Wiedersehen!

4.6.
Einfache Leute auf der Straße, darunter viele Frauen, werden interviewt. Erstaunlich, wie politisch klar sie denken. Einige Junge und Alte geben eigene patriotische Gedichte von sich. So politmüde die Leute in Deutschland sind, so begeisterungsfähig und politisiert sind sie in Syrien.
Parlamentarische Beobachter aus dem Iran, Brasilien (in Sweida), Uganda machen offiziell ihre Beobachtungen zu den Wahlen kund.
Die Chefin der parlamentarischen Delegation Brasiliens und Vertreterin des Rats für den Weltfrieden verurteilt die Einmischung der USA und Westeuropas in die inneren Angelegenheiten Syriens und lobt die Standhaftigkeit des syrischen Volkes, das mit diesen Wahlen seinen Willen ausgedrückt hat.
Der Chef der parlamentarischem Delegation Venezuelas richtet die Grüße seines Volkes dem noblen Volk Syriens aus. Wenn ein Volk sich erhebt, um seinen Willen kundzutun und allen Einflüssen zu widerstehen, ist das ein Volk, das Würde zeigt. Ein historischer Moment des syrischen Brudervolkes. Seine Teilnahme an der Wahl zeige, dass es ein freies und würdiges Volk sei, das seine Zukunft selbst bestimmen wolle. Man habe hier in Syrien gesehen, die Leute sind frei und unabhängig.
Der Chef der russischen parlamentarischen Delegation sagt, dass die Wahl ein Fest für die syrische Nation gewesen sei.
Ein ugandischer Parlamentarier sagt, dass das, was er gesehen habe, das Gegenteil von dem gewesen sei, was er von der westlichen Propaganda kenne.
Ein englischsprachiger Beobachter erzählt von den Wahlen in Homs, dass die Leute trotz der Zerstörung und der Takfiristen, die sie dort erlebt haben, zur Wahl gekommen sind, da sie überzeugt waren, dass nur Bashar al Assad dem Land den Frieden bringen kann. Sie hätten die Begeisterung der Syrer im Libanon gesehen, und sie hätten auch die Begeisterung der Leute in Damaskus und Homs gesehen und die große Lüge des Westens. „Mein Rat an Obama und Saudiarabien, das syrische Volk zeigt, wie dumm eure Lügen sind, sie haben sich für Frieden ausgesprochen. Die Botschaft der Syrer an die Welt: Wir haben uns für Frieden ausgesprochen! Lasst sie also in Frieden!“
Ein anderer englischsprachiger Beobachter mit amerikanischem Akzent ist das erste Mal im Nahen Osten. Was ihn erstaunt hat, war die Freude der Leute im Gesicht in Homs, das so viel gelitten hatte. „Die Leute waren so stolz, ich sah, dass die Leute zusammenhalten, auch die Kandidaten halten zusammen, die Leute sind für ihren Leader. Ich gehe nach Amerika zurück und erzähle den Menschen dort die Wahrheit. Ich habe mich in Syrien verliebt.“ Er hat auch seinen Finger in die Farbe getan, die immer noch sichtbar ist, so wie die Wähler das bei ihrer Stimmabgabe getan haben, so dass niemand ein zweites Mal abstimmen kann.
Ein indischer Parlamentarier ist erstaunt über die große Zuneigung des syrischen Volkes für seinen Präsidenten.
Ein Vertreter aus Malaisia beobachtete, dass die meisten Wähler für den Präsidenten waren und dass man diesen Willen respektieren müsse.
Eine Vertreterin aus der Türkei, die Syrien und die Syrer liebt und arabisch spricht (wahrscheinlich aus der Gegend von Antakia), hat beobachtet, dass die Leute für ihre Unabhängigkeit sind und große Begeisterung für die Wahlen zeigten.
(Die Türkei hindert ja syrische Flüchtlinge an der Rückkehr nach Syrien! Wie die Lage unter den Flüchtlingen dort aussieht, weiß man sowieso nicht, da sie von der Öffentlichkeit ziemlich abgeschottet werden).
Der Chef aller Delegationen ist der Chef der parlamentarischen Delegation des Irans. Er sagt: „Auch wenn die USA und ihre Alliierten die Wahlen als Lüge abtun, hat das Volk durch die Urnen seinen Präsidenten gewählt. Alle diejenigen, die gegen diese Wahlen sind, sind gegen die Demokratie. Die ganze Welt muss den Willen des syrischen Volkes respektieren.“
Schlusserklärung des iranischen Chefs in perfektem Arabisch (!): Auch unabhängige NGOs waren in den Delegationen zur Beobachtung der Wahlen vertreten. Historischer Moment für das syrische Volk, Dank an die vielen Beobachter, die alle versichern, dass die Wahlen sehr korrekt verlaufen sind. Man hat die große Begeisterung des Volks für die Wahlen festgestellt, es hat seine Stärke damit kundgetan.

In Aleppo ist wieder das Wasser abgestellt. Eigentlich wird seit drei Tagen nichts mehr durchgelassen, aber jetzt leeren sich die Speicher wieder.
Das Problem kommt u.a. auch vom Wasserspeicher des Tabqa-Staudammes (s. Erdogans Bestrafung der Syrer, der vom Atatürk-Stausee am Euphrates kein Wasser mehr durchlässt, so dass der Wasserpegel des Assadstausees schon 6 Meter gesunken ist und eine Katastrophe sich anbahnt, sowohl in Syrien als auch im Irak).
Die Syrien feindlich gesinnten Sender zeigen eine Demonstration aus Arsal im Libanon gegen Assad und die Wahlen. Dort haben die aus dem Qalamun vertriebenen Jihadisten ja Zuflucht gefunden. Durch die hermetische Schließung der Grenze haben die Leute aus Arsal auch ihre Schmuggeleinkommen verloren, klar, dass Aljazeera zehn Männchen zeigt, die ein Transparent halten: Do not believe Assad. Man weiß nicht wo und wie, wahrscheinlich in den Studios in Doha gedreht.

Nachdem viele Gefangene im Gefängnis von Aleppo mit den Soldaten gegen ihre Belagerer gekämpft hatten, wurden sie begnadigt und gingen zusammen mit den Soldaten zur Wahl.

Heute Abend sind die ersten Wahlergebnisse herausgekommen: 73,72 % der wahlberechtigten Syrer haben gewählt, d.h. 11 630 410 von mehr als 15 875 000 Wahlberechtigten sind zur Wahl gegangen, bzw. konnten zur Wahl gehen.
Die Wahlzettel hatten die Bilder der drei Kandidaten und darunter jeweils einen Kreis, so dass auch bejahrte Analphabeten wählen konnten.
Endergebnis verkündet vom Parlamentspräsidenten: Von den 73,72 % Wählern haben 10 317 723 für Bashar al Assad gestimmt, über 5 % für Hassan Nouri, der bereit zur Kooperation ist, über 3% für Maher Hajjar. Ungültig 3,8 % der Stimmen.
Großer Jubel in Lattakia und Tartous, heute wird gefeiert. Ebenso in Damaskus, ein historischer Tag. Die Straßen schon voll von Leuten. In Sweida ebenso feiern die Leute. Unglaublich, die Menschenmenge in Homs, die feiert. Die Straßen voller Leute. Davon können unsere Politiker nur träumen! Selbst in Idlib wird groß gefeiert und in Aleppo ebenso.

Mleiha ist inzwischen völlig umzingelt. Die Soldaten haben ja schon vorher gewählt, um am Wahltag die
Sicherheit zu garantieren.
Kerry ist im Libanon und spricht sich ganz scheinheilig für Demokratie aus, aber wenn man die Amis kennt, dann weiß man, hier ist immer Vorsicht geboten. Dann wird hintenherum agiert. Jedenfalls sagt er jetzt, es sei Sache des syrischen Volkes, sich seines Präsidenten zu entledigen.
Die Leute sagen, dass sie hoffentlich bald nach Hause zurück können, bzw. dass sie bald nach Syrien zurückkönnen.
Ein syrischstämmiger Professor, der direkt aus den USA gekommen ist, um zu wählen, spricht bei Mayadeen. Er sagt , er habe Tränen in den Augen gehabt, als er die Leute hat wählen sehen. Mehr Demokratie als dies gebe es nicht, mehr Freiheit als dies ebenso nicht. Man könne die Leute eine Zeitlang für dumm verkaufen, aber nicht immer.

Der Jemen ist nun allerdings in Gefahr, in verschiedene Teile zu zerfallen.

5.6.
In der Deutschen Welle auf Arabisch spricht George Sabra vom SNC, der immer noch von einer Revolution faselt, die er auf Biegen und Brechen verteidigt. Antwortet nie auf Fragen, sondern sagt, was er im Sinn hat. Er ist für Jabhat al Nusra, obwohl die Türkei diese jetzt (offiziell) als terroristisch eingestuft hat. Er tut so, als sei Hezbollah schon seit Anfang an in Syrien gewesen.
Eine gewisse Christine Hilberg (weiß nicht wie sie sich auf Deutsch schreibt), „Expertin für Syrien“, die aber nur deutsch spricht und übersetzt wird, spricht davon, dass Assad der Terrorist sei, der mit dem Terrorismus in Syrien angefangen habe. Woher sie die „Experten“ immer nehmen? Wahrscheinlich wird sie gut bezahlt, ihren Stuss von sich zu geben. Wie viele Experten über den Nahen Osten gibt es schon, die absolut nichts wissen. Die denken, dass wenn sie mal ein Jahr im Land verbracht haben, sie dann schon alles kennen und wissen. Oder sie kennen jemanden in der sog. Opposition und plappern dann nach, was der ihnen erzählt.
Ein gewisser Dave Bullock ebenfalls dort (wahrscheinlich Zionist, der arabisch spricht, weiß auch nicht , ob die englische Schreibweise korrekt ist), spricht vom syrischen Volk, als hätte es nie eine Wahl gegeben. Er spricht immer noch vom Bürgerkrieg. Problem sei nicht Jabhat al Nusra, das Volk sei gegen das Regime.
Die Moderatorin, übrigens eine mit Butrox aufgepushten Lippen, die wahrscheinlich auch schon zehn Liftings hinter sich hat, kann man kaum ansehen. Statt dass sie fragt, welche Berechtigung der SNC noch nach der Wahl in Syrien hat, spricht sie Nebensächliches an. Das sind die Leute, die DW beschäftigt. Ein Armutszeugnis. Ich hoffe, dass DW viele Zuschauer verliert, die erkennen, wie primitiv und propagandistisch der Sender ist.
Am Schluss sagt sie noch, dass niemand von der Gegenseite gekommen sei, wäre ich auch nicht, wenn ich gesehen hätte, dass ich wahrscheinlich nur 1/4 Redezeit gehabt hätte gegen 3/4 Redezeit für die „Experten“ und wenn ich die Ausrichtung der DW kenne.

Hunderte Syrer haben gestern Abend in Amman vor der syrischen Botschaft gefeiert.
In Homs haben mehr als 1 Million gewählt, Bashar al Assad bekam mehr als 97% der abgegebenen Stimmen dort.
Laut Mayadeen gab es heute eine große Autodemo in irgendeiner Stadt in den USA (haben nicht präzisiert, wo) zur Feier der Wahlergebnisse in Syrien mit syrischen Fahnen. Auch in Bukarest war ein Autocorso.

Heute gibt es immer noch Feiern, und zwar im Viertel Ruqneddin im Norden von Damaskus, das sich auf den Qassiunberg hinaufzieht, all das immer noch zur Wahl, dort wo vor einem Jahr noch die eine oder andere Bombenwerkstatt in einem Wohnhaus in die Luft geflogen ist. Das Viertel wird vor allem von Kurden bewohnt. Man sieht wieder lauter syrische Fahnen und die Leute feiern mit den üblichen Parolen.

6.6.   
Der neue syrisch-orthodoxe Patriarch des ganzen Orients, Ignatius II., hat alle christlichen und muslimischen Würdenträger Syriens eingeladen, miteinander solidarisch für die Einheit und Soldidarität in Syrien zu sprechen. Auch der Sohn von dem in Damaskus ermordeten Sheikh Al Bouti, der die Nachfolge seines Vaters angetreten hat, ist dabei. Zusammen singen sie dann religiöse Lieder. Das Ganze ist irgendwie rührend.
Heute ist das Hauptthema in Aleppo wieder der Wassermangel. Die armen Einwohner müssen wirklich viel erleiden. Aber sie wissen, woher das kommt.
Im Meidan in Aleppo müssen die Bewohner ständig den Beschuss mit Gasbomben durch die takfiristischen Superdemokraten und Freunde unserer Medien und ihrer bezahlten Supertrolle ertragen. Die Schäden sind schon wirklich deprimierend.
Die irakische Armee hat dem islamischen Staat im Irak Samarra abgejagt. Hoffentlich können sie auch weitere Erfolge verbuchen und die befreiten Gebiete unter ihrer Kontrolle behalten.

„Hezbollah gegen al-Qaida: Verrückte, Drogenabhängige, Halsdurchschneider und … Hungrige!“

Die Kämpfer der Hezbollah und die Milizionäre der al-Qaida sind vor dem Krieg in Syrien niemals gegeneinander geraten. Erst in diesem Land, vor allem in der Ghouta, Aleppo und im Qalamun, haben die beiden Lager Kenntnis von den gegenseitigen Fähigkeiten und Stärken erhalten.
Für die radikalen „Rebellen“ kämpfen die Mitglieder der Hezbollah unter der Wirkung des Captagons, während die Kämpfer des libanesischen Widerstands im anderen Lager « Verrückte, die Löffel in ihren Taschen mit sich tragen, um die Mahlzeit mit dem Propheten einzunehmen » sehen!
«Die Hezbollah ist takfiristisch », das sagen die al-Qaida-Kämpfer von dieser libanesischen Partei. Und die Kämpfer der Hezbollah sagen dasselbe von den Mitgliedern der Organisation des «Weltjihads».
In allen Schlachten der beiden Seiten gegeneinander ging die Hezbollah als Sieger hervor. « Aber eine Schlacht verlieren heißt nicht den Krieg verlieren… wir sind die Siegergemeinschaft », behaupten die al-Qaida-Mitglieder, die von dem Jounalisten der Tageszeitung al-Akhbar, Redwan Mortada interviewt wurden.
Ein Libanese der al Nusra-Front erzählt: « Einige bewaffnete Männer der Hezbollah sind wie von einem Djinn* besessen. In einer Schlacht gegen sie habe ich sie ihren Weg fortsetzen sehen, während sie von unserer Seite voll beschossen wurden. Wir haben drei von ihnen erwischt und die anderen sind weitergelaufen. Nur ein Verrückter verhält sich so. Sie haben eine unvergleichliche Kühnheit. Ich gebe es zu. »**
Aber sein Freund unterbricht ihn: « Klar nehmen sie Drogen….Captagon ». Man beschuldigt euch, zur Droge zu greifen, antwortet der Journalist. Der erste Kämpfer antwortet: „Die Droge ist bei uns wie bei ihnen verboten. Selbst wenn er dein Feind ist, musst du gegen ihn gerecht sein ».***
Während der Kämpfe im Qalamun bestätigen die Einwohner der Bekaa-Ebene, dass alle Milizionäre der syrischen Opposition die Flucht ergriffen hätten mit Ausnahme der Kämpfer der Al-Nusra-Front und der grünen Brigade, alle beide zur al Qaida gehörig. Aber nach einigen Tagen haben auch sie die Flucht ergriffen.
Einer der Verwundeten in der Schlacht von Sahl, der ins Krankenhaus von Arsal gebracht worden war, berichtet, dass die Kämpfer der Hezbollah «eine Feuerintensität besitzen, dass du den Eindruck hast, dass es Feuer vom Himmel regnet. Außerdem zählen sie auf Verräter unter uns».
Ein anderer junger Mann aus der westlichen Bekaa, der in Syrien gekämpft hat, sagt seinerseits aus: « Der Unterschied zwischen einem Mitglied der Hezbollah und einem der al-Qaida ist der: Sie sind zahlreicher, ihre Waffen sind stärker und weiter entwickelt. Sie besitzen Flugzeuge, Panzer, „Vulkan“- und andere Raketen, von denen man nichts weiß. Ihre Kleidung, ihre Waffen, ihre Mahlzeiten kosten Tausende von Dollar, während das al-Qaida-Mitglied eine Waffe und Munition von seinem eigenen Geld kauft ».
« Die Hezbollah ist takfiristisch und hat kein Problem uns allen den Hals durchzuschneiden », fährt er fort, bevor er zugibt, dass sein Lager schächtet, « um den Feind zu schockieren » !****
Im anderen Lager sehen die Kämpfer der Hezbollah, dass al-Qaida «ein Papiertiger ist, der von den Medien aufgebläht wird».
«Die Mitglieder der freien syrischen Armee sind Amateure, während die Salafisten viel wild entschlossener, weil dogmatisch sind. Aber sie sind nicht organisiert, und keiner von ihnen wird der Schussintensität standhalten, selbst wenn sie Herzen aus Stein hätten», denkt ein Kämpfer der Hezbollah, der an der Schlacht im Qalamun teilgenommen hat.
Dieser spricht von der „Verrücktheit der Milizionäre der al-Qaida ». « Sie greifen zu Dutzenden an und sterben zu Dutzenden, ohne dass ihr Strom aufhört. Deine Hand ermüdet durch das viele Schießen. Man erkennt sie an ihren langen Bärten und ihrer Flagge. Ihre einzige Stärke sind die terroristischen Attentate, die Autobomben und Selbstmordattentäter », sagt ein zweiter junger Kämpfer der Hezbollah.
Ein dritter Kämpfer bestätigt übrigens, dass al-Qaida «in Morden und wilder Gewalt in den unterworfenen Gebieten hervorsticht, während sie in direkter Konfrontation mit uns sehr schwach sind.»
Die Konfrontation zwischen der Hezbollah und al-Qaida ist ein unvermeidlicher Krieg für beide Lager. Tatsächlich ist es ein existenzieller Krieg, in dem jedes Lager darauf hinarbeitet , das andere mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu eliminieren. Al-Qaida und die Hezbollah sind zwei Antagonisten, die niemals zusammenkommen werden.
Quelle: AlAkhbar 20.5.2014
* Geister der Wüste
** Die müssen einen früheren Artikel über die Hezbollah gelesen haben, den ich hier auch übersetzt hatte, wo die Hezbollah-Kämpfer genau dies über die Takfiristen sagen!!
***Wirkliches Blahblah, weil sie danach überhaupt nicht handeln!
**** Erstens bleibt er für diese Behauptung wie für das Captagon bei der Hezbollah den Beweis schuldig, zweitens werden die eigenen Verbrechen und ideologischen Irrwege der Hezbollah angedichtet, um sie in den Augen der Zivilisten zu diskreditieren.

Die Hezbollah in Syrien: Die Bilanz?

«Die syrische Opposition» war ganz scharf darauf, von Anfang an die Hezbollah in ihre Schlacht gegen das syrische „Regime“ hineinzuziehen.
Der einzige Grund dafür war – wie es die späteren Ereignisse zeigten – die feste Überzeugung der Oppositionsführer der Achse, die den Westen, Israel, die Türkei und die Golfländer umfasst, dass der Fall des „Regimes“ nur einige Wochen benötigen würde.
Dies hat die syrische Opposition dazu gebracht, das Los der Hezbollah im Wesentlichen mit dem der syrischen Regierung verbinden zu wollen. Dazu kommt die starke Neigung der Gegner der Hezbollah im Libanon, dieselbe Verbindung zu schaffen, da auch sie davon überzeugt waren, es sei nicht mehr notwendig, auf das Gewicht der Hezbollah Rücksicht zu nehmen, da ihre Zerschmetterung kurz bevor stehe.
Die Hezbollah hat diese Tatsachen früh verstanden und es ist ihr -über verschiedene Mittel und Wege – gelungen, Kenntnis über die Politik zu erlangen, die von den Oppositionellen auf dem Schlachtfeld und bei ihren Kontakten nach Außen eingeschlagen wurde.
Dies hat es der Hezbollah ermöglicht, sofort die strategische Richtung derer zu verstehen, die entschlossen und schnell handeln, um von den Volksprotesten zu profitieren und sie für ein Programm auszubeuten, das bei Weitem die Forderungen nach Reformen übersteigt.
Die Hezbollah hat rasch ihre Schlüsse daraus gezogen, auch wenn sie darüber erst viel später gesprochen hat. Und das hat ihr ein tiefes Verständnis des Konflikts zwischen der Widerstandsachse und der Achse, die Israel, die regionalen und internationalen Staaten vereinigt, gebracht. Doch wurde ihr das rote Licht gezeigt durch die Feindseligkeit, die die hauptsächlichen Oppositionskräfte zeigten. Trotz allem ist die Hezbollah mit Wachsamkeit und langsam im syrischen Minenfeld vorangegangen, sich manchmal damit begnügend zu beobachten und oft in der Rolle eines Vermittlers zwischen Oppositionellen und der Regierung.
Die erste kontrollierte Grenze zwischen Syrien und einem Nachbarland ist die libanesische Grenze. Die Hezbollah bemerkte und wusste, dass die Aktivierung der takfiristischen Schläfergruppen in den zivilen und volkstümlichen Kreisen durch die Oppositionskräfte viele Ziele verfolgte, die der Hauptstoßrichtung gegen die Hezbollah und den Widerstand dienen sollten.
Der konfessionelle Wortschatz erschien in der Behandlung der Regierungsanhänger, ob sie nun Syrer oder Nicht-Syrer waren. Es war klar, dass das Hineinziehen aller in einen Krieg konfessionellen Charakters eine Hauptforderung der Anhänger der Milizen in Syrien geworden war. Diese hatten in Betracht gezogen, dass die Parole des «Kriegs der Sunniten» das konfessionelle Gefühl verstärken und vor allem für die Hezbollah ein feindliches Umfeld schaffen könnte.
Zusätzlich zu den Versuchen, der Hezbollah die Morde und schrecklichen Verbrechen anzuhängen, suchten diese nach einer strategischen Falle, um die Hezbollah und ihre Anhänger mit hineinzuziehen. Von diesem Ziel ausgehend haben sie zuerst versucht, die geheiligten schiitischen Stätten, vor allem das Mausoleum von Sayda Zeinab im Süden von Damaskus zu entweihen.
Die Hezbollah beeilte sich, das Einverständnis des syrischen Generalstabs einzuholen, um Gruppen ihrer Kämpfer aufzustellen und zu verhindern, dass das Mausoleum in die Hände der Milizen fiel. Dies war der erste öffentliche Hinweis auf die Intervention der Hezbollah.
Und eine lange Zeit hindurch haben die Kämpfer der Hezbollah keinerlei Offensive in Syrien geführt, im Gegenteil, viele Kämpfer sind als Märtyrer gefallen, als sie an wichtigen Punkten Stellungen einnahmen, um das Mausoleum zu verteidigen.
Aber die Dinge sind hier nicht stehen geblieben. Die Hezbollah wusste sehr wohl, dass mehrere Parteien dem Widerstand schaden wollten. Sie war bass erstaunt über den Mangel an politischem Weitblick bei den Parteien, die die bewaffneten Gruppen unterstützen und auch mit ihnen im Libanon zusammenarbeiten.
Was passierte, war, dass an einem Ort unweit Syriens, da wo sich die wirkliche Operationszentrale befindet, eine sehr bekannte Partei beschlossen hat, den Standard der direkten Bedrohung der Hezbollah zu erhöhen. So kam es dazu, dass die Entscheidung fiel, eine internationale Medienkampagne gegen die Hezbollah zu führen, weil diese an der Seite der Regierung des Präsidenten Bashar al-Assad steht, parallel zu einer internen libanesischen Kampagne, die aus ihren Waffen die Gefahrenquelle macht, die die Libanesen bedrohe.
Allerdings waren praktische Maßnahmen notwendig in einem für die Hezbollah sensiblen Punkt. In diesem Rahmen ist „der strategische Irrtum“ dieser bewaffneten Opposition und desjenigen, der hinter ihr steht, erfolgt, als eine „Säuberungsschlacht“ in den Grenzdörfern des Hermel entfacht wurde. Die Schlacht von Quseir wurde praktisch den Volksmassen um die Hezbollah und dann ihrem Generalstab aufgezwungen. Diese Operationen waren wie eine offizielle und obligatorische Einladung an die Hezbollah, um militärisch und diesmal anders in Syrien einzugreifen. In diesem Moment hat sich die syrische Opposition in die direkte militärische Konfrontation mit der Hezbollah geworfen.
Vor einem Jahr zeigte die geografische Karte der libanesisch-syrischen Grenze eine Linie, die von Tell Kalakh aus im Norden zur Autobahn Damaskus-Beirut im Süden reichte und völlig unter der Kontrolle der syrischen Opposition stand. Dieser Linie gegenüber liegen die Regionen, die sich von Wadi Khaled bis nach Kfarzabad erstrecken, über die Bergregionen der Orte Baalbek, Arsal und Hermel.
Die Stadt Quseir war der Knoten dieser Linie. Die Opposition wollte aus ihr einen Startplatz machen, um die Kontrolle über Homs zurückzugewinnen und diese Stadt von Damaskus zu trennen, und eine
Rückzugsbasis, um Waffen und Kämpfer von hier in die beiden Ghoutas zu befördern. Die Gegend des Qalamun verkörpert den größten Teil dieser Linie. Sie erstreckt sich vom Süden von Quseir bis zu den nördlichen und westlichen Gebieten der Hauptstadt. Diese Linie war ganz einfach eine strategische Bedrohung für die Zukunft der Regierung in Syrien und für den Libanon.
Die Kontrolle über diese Region bedrohte die Nachschubwege des Widerstands und die Gebiete, in denen seine Anhänger im Libanon wohnen. Im Übrigen ist eine andere Gefahr für den Bestand des Libanons, die nur als strategisch bezeichnet werden kann, die Verkündigung eines Emirats von al Qaida und ihrer Verbündeten entlang der gesamten anderen Seite der Grenze. Dieses Emirat wurde immer größer.
Die Verbrechen der bewaffneten Gruppen in den Provinzdörfern im Umland der Ortschaft Hermel erteilten dem Herzen dieser widerstandsfreundlichen Ortschaft einen großen Schlag, als der Prozess der Vertreibung der Bewohner des Orontestals Ende September 2012 begann.
Im Qalamun hat die Opposition niemals aufgehört, Regionen und Stellungen zu annektieren und hat sich dabei auf die Grenze zum Libanon konzentriert. Sie hat von der Leere profitiert, die der erzwungene Rückzug der Eliteeinheiten der syrischen Armee aus dieser Region hinterließ, die ihre Anwesenheit in der Umgebung vn Damaskus stärken mussten, vor allem nach dem Krieg vom Juli 2012, dem Beginn der massiven Aufstellung der Oppositionsmilizen, um die Hauptstadt anzugreifen.

Der Widerstand beginnt seine Mobilisierung
In dieser Zeit hat der Widerstand die größte Entscheidung gefällt, die geologische Beschaffenheit des syrischen Gebiets, das an den Libanon angrenzte, zu studieren. Die Späherteams haben ihre Aktion in den Gebieten von Homs und im Regierungsbezirk Damaskus, wo die Opposition ihre Milizionäre mobilisierte, durchgeführt. Die Gefahr durch die Söldner in der Gegend von Quseir spitzte sich zu. Es wurde lebensnotwendig, die Dörfer des Orontestals (geografisch syrisch, deren Bevölkerung eine Mischung von Libanesen und Syrern ist) gleich nach der Vertreibung ihrer Einwohner durch die Opposition als Vorspiel zur Öffnung einer direkten Straße zwischen Quseir und dem libanesischen Gebiet Akkar zu verteidigen.
Den Bewohnern dieser Dörfer die Mittel zur Verfügung zu stellen, um sich zu verteidigen und ihr Land zu schützen, hat die Milizen nicht davon abgehalten zu versuchen, sich geografisch und in alle Richtungen auszubreiten.
Praktisch haben sie die Grenze zwischen dem Libanon und Syrien ausgelöscht. Sie bauten Stellungen in libanesischem Gebiet auf, unter anderem im Gebiet von Arsal.
Und gegenüber den libanesischen Dörfern Janta, Tfayl, Ham, Maarabun und Nabi Shith haben die Spähtruppen des Widerstands noch viel Gefährlicheres festgestellt. Einige Brigaden der syrischen Opposition in der Region arbeiteten nach einem bestimmten Programm, das zum Ziel hatte, die Stellungen des Widerstands aufzudecken, seine Trainingslager und die Wege, die er seit Jahren an der äußersten libanesisch-syrischen Grenze nimmt.
Vor diesem Hintergrund und mit dem Ziel, die Grenzlinie der Opposition zu zerstören, wurde der Entschluss gefasst, die Milizen aus Quseir zu vertreiben. Die bewaffneten Gruppen haben versucht, aus der Schlacht von Quseir eine strategische und entscheidende Schlacht gegen die Hezbollah zu machen. Doch ist es die Hezbollah, die einen entscheidenden und strategischen Sieg erreicht hat. Es genügt, an die Hysterie der Länder der Achse zu erinnern, die die Opposition unterstützt, vom Golf bis zum Westen über die Türkei. Ansonsten hat der Sieg der Hezbollah eine hysterische Motivation der Rache bei der Opposition entstehen lassen.
In Bezug auf die syrische Armee war die Partnerschaft mit der Hezbollah in der militärischen Planung der notwendige Faktor, den sie vor Ort brauchte. Der Hauptgrund liegt im militärischen Geist der Hezbollah. Dieser Geist ist flexibler und kann sich leichter an die Guerillakriege anpassen, die die Milizen gegenüber dem klassischen Militärgeist der Armee führen. Die Wirkung dieses Wendepunkts war schneller zu bemerken als vorgesehen.

Von Quseir nach Rankous
Die Schlacht von Quseir fand Anfang Juni 2013 ein Ende. Sie hat der bewaffneten Opposition einen harten Schlag versetzt, die sich eine Zeitlang «beruhigte», bevor sie ihre Expansion wieder aufnahm. Die syrische Armee und die Hezbollah hatten in den beiden Ghoutas von Damaskus, der östlichen und der westlichen, sowie im Regierungsbezirk Aleppo Fortschritte gemacht.
Die Opposition hat sich weiter vom Qalamun her ausgebreitet. Die Oppositionellen führten absichtlich Schlachten, die ein mediales Echo hervorriefen, wie in dem Dorf Maalula im Qalamun, in Sadad und Mahin, die im südlichen Regierungsbezirk Homs und in der Nähe des Qalamuns liegen, dann in Qara, Deir Atiyeh, Nabk im Qalamun. Die Autobahn Damaskus-Homs wurde sicherer. Die Opposition hat medial die Angst in Hinblick auf den Qalamun erhöht.
Auf der anderen Seite ließen sich die Entscheidungsträger Zeit: «Die wellige Beschaffenheit der Berge des Qalamuns erfordert eine vertiefte Studie des Gebiets. Und wenn die Milizen von Yabroud, Rankous und anderen Dörfern des Qalamuns die vorhergehenden Lektionen gelernt und keine Gefahr für den Libanon oder für Damaskus oder für die Autobahn Damaskus-Homs dargestellt hätten, wäre es keine Frage gewesen, schnell eine Schlacht in der Region zu führen.»
Es scheint, dass die Oppositionsgruppen nicht genügend Lehren aus diesen Schlachten gezogen und begonnen haben, ihren Kontrollpunkt im Qalamun dazu zu benutzen, Autobomben in den Libanon zu senden und Raketen auf die Bekaa-Ebene abzuschießen, zusätzlich zu ihren Versuchen, sich im Qalamun auszubreiten und besonders die Oppositionsmilizen in der östlichen Ghouta zu unterstützen.
Der Entschluss, die Schlacht im ganzen Gebiet des Qalamungebirges militärisch zu entscheiden und die libanesisch-syrische Grenze zu schließen, wurde angekündigt. Die gute Vorbereitung der Schlacht, die Taktik der Kämpfer der Hezbollah, die sich in kleinen Gruppen innerhalb der syrischen Armee verteilt haben, die große Feuerkapazität, alle diese Faktoren haben dazu beigetragen, rasch die Schlachten im Qalamun und im Regierungsbezirk Homs (wie in al-Hosn, dem Krak des Chevaliers) mit möglichst wenig menschlichen Verlusten in den eigenen Reihen für sich zu entscheiden: Vom Gebiet um Naamat gegenüber Hermel über die Schmuggelfährten, die an die Senke von Arsal geknüpft sind, bis nach Jarajir, Sahl, die Rima-Bauernhöfe, dann Yabroud, Ras al-Ain, Flita, Ras Maarrah, und schließlich Rankous. Die psychologische Niederlage erfolgte schneller als die militärische. Den Führern vor Ort zufolge lässt die komplette Schließung der libanesisch-syrischen Grenze nicht auf sich warten, was die Verlegung wichtiger Streitkräfte der Armee und des Widerstands vom Qalamun in andere Kampfgebiete ermöglicht.

Erweiterung der Rolle und der Erfolge
Weit weg vom Qalamun hat sich das Verteidigungsfeld der Hezbollah auf die Umgebung des Mausoleums von Sayda Zeinab ausgeweitet, um die östliche und die westliche Ghouta zu erreichen und die Gleichungen vor Ort zu ändern, zuerst durch die Belagerung der Hauptstadt von Seiten der Milizen bis zur Belagerung der Milizen in Gebieten, die geografisch im Inneren der beiden Ghoutas getrennt sind.
Das Ende der Bedrohung der Hauptstadt erfolgte gleichzeitig mit einem ähnlichen Wechsel des Kräftegleichgewichts in Homs, «der Hauptstadt der Revolution». Auf diese Weise haben die syrischen Streitkräfte die Initiative wieder an sich gerissen, die Kontrolle über die meisten Viertel der Stadt übernommen und die Milizen in den übrigen Vierteln belagert. Nach Homs kam Aleppo dran, dessen Belagerung aufgehoben und die Flughafenstraße in Sfeira und Khanasser geöffnet wurde, dann Tell Kalakh und Qisrin und ihre Umgebung im westlichen Regierungsbezirk Homs an der Grenze zu Akkar im Libanon bis zur letzten Schlacht des Qalamuns.
Im Rahmen der Veränderungen, die das syrische Gebiet seit der Schlacht von Quseir bis heute erlebt hat, können zu mehreren Punkten Überlegungen angestellt werden, darunter:
– Ende des militärischen Rückzugs der Regierung und Wiederaufnahme der Initiative durch die syrische Armee und ihre Verbündeten, darunter die nationalen Verteidigungskräfte und andere Streitkräfte mit der Hezbollah an der Spitze.
– Diese Initiative hat letztlich bewirkt, Siege vor Ort zu erringen und die Gleichung der Bedrohung zwischen der Regierung und der Opposition umzukehren.
– Beschleunigung des Siegesrhythmus‘, wie es der Fall im Gebiet des Qalamuns war, dessen Fronten in den Städten mit Intervallen von wenigen Tagen zusammenbrachen, was eine dramatische Wende in der Planung und Aktion der Leitung der Armee und ihrer Verbündeten unterstreicht. Das erlaubt es, den Rhythmus der Siege noch zu beschleunigen.
– Die fast vollständige Kontrolle über die libanesisch-syrische Grenze; so ist die erste internationale Grenze, die zwischen Syrien und einem Nachbarland kontrolliert wird, die libanesische Grenze.
– Eine «starke abschreckende Mauer» zu errichten, die jeder internationalen ausländischen Intervention im syrischen Krieg zuvorkommt, und das hat sich so in «der Krise der chemischen Waffen» aufgelöst, aus der man eine Eingangspforte für eine solche Intervention machen wollte.
– Ende der Erwartungen eines Sturzes der Regierung und Anerkennung der Notwendigkeit einer politischen Lösung, die vor allem auf der Erhaltung der Regierung basiert.
Quelle: Ibrahim el-Amin, Hassan Olleik (Chefredakteur und Journalist bei der Tageszeitung al-Akhbar)
Mai 2014

Maalula verwüstet… und immer noch von seinen ruinierten Bewohnern verlassen.
Wie alle Syrer haben die Einwohner Maalulas alles verloren! Und wie für alle gültig, wo sollen sie das Baumaterial finden?
Diese Dummköpfe, Idioten, perversen Komplizen, die diese ganzen schrecklichen Jahre behauptet haben, dass die üblichen „Freunde des syrischen Volkes“ dessen „Glück“ wollten, müssten eines Tages Rechenschaft ablegen.
Ihre „Freunde des syrischen Volkes“, diejenigen, welche seit Jahrhunderten aktiv sind mit denselben verachtenden Worten, demselben Zynismus und derselben Verachtung, ihre Erde zu zerstören und zu ruinieren…… Und sie sind zur Zeit deren Diener, die sich auf Befehl ihrer Auftraggeber an die Plünderung ganz Syriens gemacht haben!

L’Orient le jour : Ausschnitts des Artikels MA’LOULA vom 20.5.2014
Häuser und Klöster geplündert
….. Trotz der Rückkehr der Armee scheint die Ortschaft mit einer meist griechisch-katholischen (melkitischen) Mehrheit, die aber auch eine muslime Minderheit hatte und 5000 Einwohner vor dem Konflikt zählte, nicht bereit zu sein, so schnell wiederzuerstehen. «Man muss ihnen helfen, denn die Leute hier haben alles verloren», sagt Fassih, ein Einwohner der Ortschaft. Er ist gekommen, um seinen Alkoholladen zu begutachten, der unten gegenüber dem Kloster liegt, das um eine Grotte errichtet ist (Mar Thekla), um zu entdecken, dass dieser vollkommen abgebrannt ist. Der Kühlschrank wurde gegen eine Wand zerquetscht.“ Die Waren allein waren mehr als 66 000 Dollar wert», erklärt dieser Mann. «Auch mein Haus wurde abgebrannt und geplündert, alle Möbel gestohlen,“ seufzt Fassih resigniert. „Wie sollen die Leute zurückkommen?“
Das berühmte (griechisch-orthodoxe Frauen-) Kloster der Heiligen Thekla, das von der Armee abgeschlossen wurde, diente den Jihadisten als Stellung. Im Inneren wurden auf den meisten Gemälden und Ikonen der Jungfrau, Jesu und der Heiligen an der Stelle der Augen Löcher hineingebohrt. Die Kammern der 12 im Dezember von al Nusra entführten Nonnen, die drei Monate später freigelassen wurden, sind in Brand gesteckt worden, Bücher wurden zerbröselt und das Porzellan zerschmettert. Das Waisenhaus, das sich in der Anlage befindet, bietet ein trauriges Schauspiel von Plüschfiguren, Bildern und Kinderkleidern voller Staub.
Auf der Straße, die zum (griechisch-katholischen Männer-) Kloster Mar Sarkis (des Heiligen Sergius) führt, kann man am Eingang der Höhlengrotten Sandsäcke sehen, die die „Rebellen“ dort aufgetürmt haben. Letztere hatten zu Beginn der Offensive auf den Höhen der Felsen Stellung genommen, vor allem im Hotel as-Safir, das völlig von den Bombardierungen zerstört ist. Gleich daneben ist das Kloster von Sergius und Bacchus, das von zahlreichen Granateinschlägen beschädigt ist, vor allem seine Kapelle, noch völlig von Schutt bedeckt. Dieser Ort wurde Ende des 5. Jahrhunderts gegründet und ist eines der ältesten Klöster des Nahen Ostens, das zwei römischen Offizieren geweiht war, die unter der Herrschaft des römischen Kaisers Maximus Galerius (250-311) als Märtyrer (in Resafa bei Raqqa im Nordosten Syriens) wegen ihres Glaubens starben. Mehrere seltene Ikonen wurden beschmiert und in den Andenkenläden liegen Evangelien auf Aramäisch auf dem Boden verstreut.
Inmitten dieses traurigen Schauspiels fragt auch ein in seinem Heimatort vorbeikommender Taxifahrer „Wer wird jetzt zurückkommen?“ …Wahrscheinlich niemand, die Leute werden abwarten, dass der Krieg zu Ende geht.“

Syrien: Die Ankunft der Flüchtlinge hat das beschauliche Lattakia erweckt

Die massive Ankunft von Vertriebenen, vor allem aus Aleppo, hat die Wirtschaft der syrischen Stadt Lattakia, die ganz beschaulich vom Einkommen ihres Hafens, von ihren Stränden im Sommer und von ihrem Handel lebte, explodieren lassen.
«Wir Küstenbewohner stehen gerne spät auf, trinken gemütlich unseren Kaffee, rauchen unsere Wasserpfeife, bevor wir zur Arbeit gehen. Aber die Aleppiner können nicht leben, ohne von früh bis spät zu arbeiten», erklärt Haytham Ahmad, Direktor des Pressedienstes des Regierungsbezirks.
Die Bevölkerung dieser Stadt hat sich mit der Anwesenheit von fast einer Million Flüchtlingen, die vor der Gewalt in Homs, Idlib und vor allem Aleppo flohen, verdoppelt und der loyalistische Regierungsbezirk, der vom Krieg verschont wurde, kennt einen wirtschaftlichen Aufschwung ohnegleichen.
«Es gibt einen wahren wirtschaftlichen Boom. Sie bewegen etwas und die Arbeitslosen haben wieder Arbeit gefunden», versichert Sami Soufi, Direktor der Industrie- und Handelskammer.
«Die Aleppiner, die den Riecher für Geschäfte haben, sind ins umliegende Land gegangen, um dort Fabriken zur Herstellung von Waschpulver, Kosmetikartikeln oder sogar Lebensmittelkonserven zu eröffnen», fügt er hinzu.
Produktionsstätten für Kabel, Käse, Lebensmittel haben ebenfalls am Stadtrand, wo die Mieten niedriger sind, das Licht der Welt erblickt. Ein Aleppiner, der bemerkt hatte, dass es in der Stadt nur einen einzigen Kaak-Händler gab, eine Art Sesamkeks, der in der Levante sehr beliebt ist, produziert sie nun in großem Umfang und vertreibt sie im ganzen Bezirk.
Sogar die Herstellung der berühmten Seife von Aleppo aus Olivenöl ist umgezogen und wird über den Hafen in die Vereinigten Staaten exportiert.
Das Industriegebiet, das jahrelang leer stand, ist ausgebucht und die Hallen beherbergen nun Werkstätten zur Textil-, Metall- oder Fahrzeugherstellung.
Hassan Shobak, der Tanklastwagen und Plattformen für den Transport von Containern herstellt, war der erste, der sich dort niederließ, nachdem er sein 4.000 qm großes Unternehmen Anfang 2013 in Aleppo schließen musste.
«Wir haben diesem verlassenen Ort wieder Leben eingehaucht. Heute habe ich vier Produktionsstätten, aber es gibt keinen einzigen verfügbaren Quadratmeter mehr und die Eigentümer erhöhen die Miete», betont dieser 46-jährige Firmenchef, der 40 Arbeiter beschäftigt und seine Produktion in Syrien und der arabischen Welt verkauft.
«Wenn die Stadt die Fläche vergrößert, könnten wir eine riesige Fabrik wie in Aleppo schaffen und ich bin sicher, dass viele Industrielle, deren Fabriken wegen der Unruhen geschlossen sind, hierher kämen», fügt er hinzu.

– ‘Wir lieben die Arbeit über alles’ –
Aleppo, ehemalige Wirtschaftsmetropole Syriens, ist seit Juli 2012 Schauplatz eines grausamen Kriegs zwischen „Rebellen“ und loyalen Streitkräften. Mehrere Viertel sind nunmehr nur noch in Ruinen und zwangen einen Teil der Bevölkerung, die Reihen der fast 7 Millionen syrischen Flüchtlinge zu erweitern.
Die Flüchtlinge aus Homs lassen sich auch nicht lumpen und konzentrieren sich vor allem auf die Sonnenenergie, und die aus Idlib auf Mechanik und Elektrizität.
Das Händlerviertel im Zentrum von Lattakia wird von demselben Eifer ergriffen (allerdings zur großen Unzufriedenheit der einheimischen Händler, was hier nicht erwähnt wird). Omar Sumak stellte Homos (eine Art Kichererbsenbrei) im Osten Aleppos her, aber seitdem seine Stadt sich in ein Schlachtfeld verwandelt hat, hat er sein Familie in seinen Pick-up in Richtung Lattakia gepackt.
«Ich habe zuerst Gemüse verkauft, dann habe ich im Vorbeigehen in der Anana-Straße festgestellt, dass niemand Zubehör und Anhängsel verkaufte», sagt dieser 30-jährige Händler vor seinem Lieferwagen, der voller farbiger Kopftücher, Ohrringe und Plastikhalsketten und anderem Krimskrams ist. Der Tourismus ist verschwunden, aber die Strandanlagen wurden von den Flüchtlingen gestürmt. So sind die 600 Villen um die «Blaue Küste» im Norden der Stadt seit zwei Jahren ausgebucht trotz der hohen Mieten.
Am Strand zwischen seinen beiden Frauen und seinen acht Kindern sitzt Mohammad Sankar, 35 Jahre alt, der Aleppo vor zwanzig Monaten verlassen hat. «Wir lieben die Arbeit und Geschäfte machen über alles. Schauen sie mich an, ich habe meine Stadt wegen der Sicherheitslage verlassen und zehn Tage nach meiner Ankunft habe ich hier meine Bonbonfabrik wiedereröffnet», gesteht er.
Er hat sich auch mit einem Fleischerzeuger zusammengetan, um eine Wurstfabrik zu gründen. «Die Geschäfte gehen gut, aber wenn die Armee Aleppo zurückerobert, kehre ich wieder zurück. Ich liebe Syrien, aber mein Herz ist in meiner Stadt geblieben.»
Ein Rückschlag dieser massiven Zuströme: «Die Preise haben sich seit ihrer Ankunft verdoppelt: Die Wohnungen, die Mieten der Geschäfte, die Lebensmittel, aber beklagen wir uns nicht, die Geschäfte gehen sehr gut», versichert Daad Jouni, 45 Jahre alt, die in einem Wollgeschäft arbeitet.

Die Jihadisten des Islamischen Staats im Irak und in der Levante (ISIL) haben ihren Versuch erneuert, einen islamischen Staat in einer Region zwischen Syrien und dem Irak zu errichten, wie syrische „Rebellen und Militante“ und eine NGO behaupten.
«Ihr Name ist Islamischer Staat im Irak und in der Levante, ihr Ziel ist, die Grenzgebiete zwischen (den beiden Ländern) zu vereinigen, dort ihren Staat zu errichten, und ihn dann auszuweiten», sagt Abdel Salam Hussein, Militanter und Bürgerjournalist. «Ich bin zur Zeit in al-Bukamal (an der irakischen Grenze), ISIL versucht der Herrschaft der al Nusa-Front (syrischer al Qaida-Zweig) ein Ende in diesem Gebiet zu setzen und wenn es ihnen gelingt, werden sie die ganze Region (östlich von Deir-Ezzor) übernehmen».
Das Ziel der ultraradikalen Gruppe war es immer gewesen, eine Zone unter ihrer Kontrolle zu schaffen, die sich gleichermaßen auf Syrien und den Irak erstreckt, aber im Januar hatte ein massiver Angriff der Rebellen- und Jihadistenrivalen ISIL daran gehindert.
Quelle: olj/afp 21.5.2014
Via Wikimapia: http://wikimapia.org/#lang=en&lat=35.815586&lon=36.647987&z=13&m=b

Das Sicherheitsdreieck Teheran/Moskau/Peking?!
Bei der Einweihungszeremonie des CICA-Gipfels hat der chinesische Präsident Xi Jinping einen Wunsch geäußert, der unter den gegenwärtigen Umständen kein frommer Wunsch zu bleiben scheint, zum Glück! In Shanghai hat Jinping verlangt, dass eine „neue Sicherheitsstruktur ‚asiatischer‘ Art“ auf die Füße gestellt werden soll mit der Teilnahme Russlands und des Irans. Was mehr als einen Beobachter erstaunt hat, war die völlige Abwesenheit einer Präsidentenrede im Namen der USA, die von vornherein von diesem Mechanismus ausgeschlossen sind, dessen Zustandekommen Peking sehr bald wünscht. „Wir wollen unsere Sicherheitszusammenarbeit neu definieren, es ist eine neue Architektur vonnöten, auf die unsere Partnerschaft auf regionaler Ebene gegründet werden kann“, sagte er im Wesentlichen. Doch woran denkt Jinping genau, wenn er einen solchen Vorschlag macht? Am Chinesischen Meer, wo die Yankee-Truppen die Sicherheitsabkommen und gemeinsamen Manöver mit allen direkten Nachbarn Chinas wie den Philippinen, Vietnam oder auch Japan ausweiten, um in seiner eigenen Umgebung einem Reich der Mitte zu schaden, dessen Wirtschaft wie eine Straßenwalze dabei ist, die der USA zu zermalmen. Der chinesische Präsident denkt auch an all die Republiken Zentralasiens, wo die Amerikaner, auf der Welle antirussischer Gesinnung surfend, es geschafft haben, ihre NGOs, ihre Kulturzentren, ja ihre Militärstützpunkte anzusiedeln, mit dem sehr klaren Ziel, den Boden für destabilisierende Erschütterungen zu bereiten, die dann nicht lange auf sich warten lassen werden, sowohl China als auch Russland erbeben zu lassen. Mit dem Vorschlag dieses gemeinsamen Sicherheitsmechanismus hat der chinesische Staatschef nicht nur nicht an die Ukraine denken können, wo Putin seine Stärke mit der des Westens misst, mit der logischen Konsequenz, dass ganze Gebiete eines souveränen Staats fallen und unverändert in das russische oder das westliche Lager gelangen. Und da fürchtet man für Xinjiang, diese ungeliebte «Rebellenprovinz» Chinas, wo Amerika und seine arabischen Alliierten ein ganzes Komplott salafistisch-wahabitischer Couleur unter dem Deckmantel kultureller, sprachlicher und religiöser Forderungen der dort wohnenden uighurischen Minderheit errichten. Jinping hat in seinem Geiste die Bilder von drei Jahren imperialistischen Krieges gegen Syrien vor sich, eines Krieges, der kraft des Widerstandes und des Durchhaltevermögens von Assad und seinen iranischen und Hezbollah-Verbündeten drauf und dran ist, zu einem wirklichen strategischen Sieg für die unabhängigen und antiimperialistischen Staaten zu werden. Und so sagt sich Jinping, dass ein Sicherheitsdreieck Russland/Iran/China schließlich die beste Garantie angesichts der Sturmangriffe eines dahinsiechenden amerikanischen Imperiums ist, das um keinen Preis der Welt seine Augen vor der Realität öffnen will, die folgende ist: Die Zeiten der allmächtigen Vereinigten Staaten sind vorbei, die Einseitigkeit ist sehr wohl tot und eine neue Ordnung wird entstehen, ob Amerika das will oder nicht.
Quelle: IRIB 21.5.2014

Amerikanisch-saudische Transaktion, um die Terroristen in Syrien zu bewaffnen!
Die amerikanische Tageszeitung Wall Street Journal spricht von einer amerikanisch-saudischen Transaktion, um den Rebellen in Syrien „Zehntausende Angriffswaffen russischer Herstellung und Millionen Kugeln zukommen zu lassen. Die Söldner der amerikanischen Firma «Black Water» haben sich ihrerseits diesem Plan angeschlossen.
In seiner Ausgabe von Montag, 19.5. erklärt das WSJ, dass «der Plan, den Terroristen begrenzte Waffenlieferungen zukommen zu lassen, im letzten Sommer vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama ausgearbeitet wurde, als die Terroristen in Syrien erdrückende Niederlagen hinnehmen mussten.»
Und weiter: « Eine amerikanische Gruppe, die von ehemaligen Verantwortlichen des Pentagons geleitet wird, hat außerdem den Kauf von 70 Tausend Offensivwaffen und 21 Millionen Kugeln an die Rebellen der sog. freien syrischen Armee FSA angeregt.»
Joseph Schmitz, ein ehemaliger Generalinspekteur des Pentagon und ehemaliger Black Water-Chef stehe hinter diesem Plan, hat man aus gleicher Quelle erfahren.
« Schmitz hat den ehemaligen Chef der FSA Salim Idriss davon informiert, dass seine Gruppe Zugang zu einer unbegrenzten Menge an Waffen haben könne aus Armeebasen in der Ukraine, sowie zu Tonnen an Munition über Osteuropa». Und weiter: «Ein Prinz der regierenden Familie in Arabien hat sich dazu verpflichtet, diese Waffen zu kaufen».
Schmitz hat ebenso die syrische Opposition davon informiert, dass es eine andere Person gebe, die ihre Hilfe zur Verfügung stellen wolle. Es handle sich um Erik Prince, den Gründer von Black Water, der die Ausbildung der Rebellen und die Überwachung der Kämpfe vor Ort vorgeschlagen habe.
«Ein hoher Verantwortlicher der amerikanischen Geheimdienste in Jordanien soll einen saudischen Verantwortlichen gebeten haben, auf diesen Plan zu verzichten», berichtet das WSJ. Der schlechte Ruf von Black Water, das für seine Verbrechen im Irak bekannt sei, soll hinter dem Einfrieren dieser Transaktion stehen, laut WSJ.
Quelle: AsSafir 20.5.

Palästinenser:

Mittwoch, 21. Mai 2014 L’Orient le Jour
Die Kirche von Iqrit erhebt sich einsam auf einem Hügel in Hochgaliläa im Norden Israels, einen Steinwurf vom Libanon entfernt.
Mit dem alten Friedhof ist sie das einzige Überbleibsel dieses Dorfes, dessen 450 Einwohner am Heiligen Abend 1951 von der israelischen Armee vertrieben wurden, welche es dann mit Hilfe von Dynamit zerstörte.
Im August 2012 haben Dutzende junger Leute, deren Familien aus Iqrit stammen, beschlossen, dorthin zurückzukehren, um das Dorf wieder auferstehen zu lassen. Studenten, Lehrer, Künstler, sie leben dort ein hartes Leben in Gemeinschaft, in vorgefertigten Häuschen um die Kirche herum.
Am Fuß der Kirche ein schwarzes Schild in unbeholfenem Englisch: „Das hier ist Iqrit. Vorfahren haben vor langer Zeit ihren Samen in diese Erde gesetzt für meine Söhne in der Zukunft.“
Der kleine weiße Kirchturm verkörpert das Gedächtnis und den Widerstand der Christen des historischen Palästinas, die den Papst Franziskus um Hilfe bitten, der zur Pilgerfahrt im Heiligen Land erwartet wird.
In einem Brief flehen die Bewohner Iqrits und die des katholischen Nachbardorfs Kafr Biram ihn an, „(seine) geheiligten Anstrengungen zu verstärken, um Druck auf die israelische Regierung auszuüben, damit sie den Ungerechtigkeiten, die sie unserer Gemeinschaft bereitet hat, ein Ende setzt.“
„Wir hoffen, dass Ihr kommender Besuch in Palästina und in Israel versucht, diesem Plan zu dienen“, plädieren diese Nachkommen der Minderheit von Palästinensern, die während der „Nakba“ (Katastrophe), die die Schaffung Israels für sie darstellt, ausgeharrt haben.
Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas, der selbst Flüchtling aus Galiläa ist, hat in einer Willkommensbotschaft an den Papst am Dienstagabend (17.5.) bekräftigt, dass sein Volk, „Muslime wie Christen, niemals die Unterstützung des Vatikans für seine Rechte seit der Nakba im Jahre 1948 vergessen wird“.
„Aus Anlass des Besuchs des Papstes Franziskus in unserem Land Palästina bin ich glücklich, ihn im Heiligen Land begrüßen zu können, wo er vom palästinensischen Volk empfangen wird, hier in Bethlehem und in Jerusalem, mit allen Ehren, die wir seiner Stellung und seiner Botschaft der Liebe und des Friedens schuldig sind“, fügte Abbas hinzu.
– ‘Botschaft der Hoffnung’-
Die christlichen Araber von Galiläa, die die israelische Staatsbürgerschaft haben, bekennen jedoch ihre Verwirrung, denn im Gegensatz zu seinen Vorgängern begibt sich Franziskus bei seiner kurzen Pilgerreise nicht zu einer Begegnung mit ihnen.
„Es herrscht große Enttäuschung in Galiläa, dem Ort der Verkündigung Jesu und seiner Jünger“, gesteht ein katholischer Würdenträger des Nordens Israels.
Die Dorfbewohner von Iqrit wollen trotzdem ihren Brief dem Papst persönlich übergeben bei seiner Station in Bethlehem, im besetzten Westjordanland.
„Der Staat Israel behandelt uns wie Bürger zweiten Grades, weil wir keine Juden sind. Das ist der Hauptgrund, weshalb man uns das Rückkehrrecht verweigert, während unser Land von jüdischen Kolonien ausgebeutet wird. Doch mit der Kraft, die wir aus unserem Glauben schöpfen, wehren wir uns dagegen, zu einer vergessenen Gemeinde zu werden“, schreiben sie.
Seit mehr als 60 Jahren werden sie von den israelischen Behörden daran gehindert heimzukehren, trotz eines Urteils des höchsten Gerichtshofs zu ihren Gunsten. Sie hatte sich schon an Johannes-Paulus II. und an Benedikt XVI. gewandt, im Jahr 2000 an den einen und 2009 an den anderen. Vergeblich.
„Der Wiederaufbau ist uns untersagt, auch Bäume zu pflanzen. Aber wir werden hier bleiben. Weder unsere Erde noch unser Haus noch unsere Kirche haben wir seit 1948 vergessen“, versichert Georges Sbeit, 54 Jahre alt, dessen Eltern aus Iqrit vertrieben wurden.
„Die jungen Leute werden nicht weggehen. Die dritte Generation (seit 1948) ist stärker, besser ausgebildet.Vorher hatten die Leute Angst. Heute haben die jungen Leute keine Angst mehr“, fügt dieser ehemalige Karatelehrer hinzu.
„Ich werde mich niemals von wem auch immer verjagen lassen“, schwört Walaa Sbeit, der Neffe von Georges, ein Musiker. „Wir haben das Recht, hier zu sein. Unsere Generation erweckt diese Erde wieder zum Leben.“
In ihrem Brief an den Papst jedoch läutet die Gemeinde von Iqrit die Alarmglocken wegen der Auswanderung, die ihr zufolge durch die israelische Diskriminierungspolitik verursacht wird, die „Tausende unserer Brüder und Schwestern ins Exil getrieben hat.“
Laut einer Umfrage durch den Soziologen Bernard Scabella vom April dieses Jahres wollen 62% der palästinensischen Christen Jerusalems emigrieren. Erstens wegen der Arbeitslosigkeit, dann wegen der politischen Sackgasse und der wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Auch auf der anderen Seite der israelischen Trennwand, im Westjordanland, „erwarten die Christen vom Papst eine Botschaft der Hoffnung“, bezeugt Pater Jamal Khader, Direktor des Seminars von Beit Jala, einer Bastion des palästinensichen Christentums in der Nähe von Bethlehem

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