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Tagebuch aus Syrien. Fortsetzung #Syria

18/10/2014

Tagebuch
3.10.
Die Bäume und Sträucher alle saftig grün und vom Staub befreit, rechtzeitig zum Fest.
Morgen beginnt das Opferfest. Die Syrer sehen sich das dritte Jahr durch die Saud-Dynastie daran gehindert, sich zur Pilgerfahrt nach Mekka zu begeben. Strafe muss sein, wenn man nicht nach der zionistischen Pfeife aller tanzt.
Gestern war sehr viel Verkehr auf den Straßen von Damaskus. Wegen der Kämpfe in der östlichen Ghouta mussten alle Leute, die wegen des Festes in Richtung Norden des Landes fahren wollten, den Weg über Tell nehmen statt der Autobahn, deshalb lauter verstopfte Straßen.
Heute Vormittag viele MIG-Einsätze und jetzt am späten Nachmittag Artilleriebeschuss über unsere Köpfe hinweg, dass wieder die Fenster klirren und man jedesmal erschrickt, da der Einschuss auch noch widerhallt. Es soll über Harasta sein.
In Jobar haben die Terroristen Befestigungen aufgebaut, um die Armee zu erwarten. Und dann ist die von einer ganz anderen Richtung gekommen, als sie gedacht hatten, ein schwerer Fehler. Ich glaube, die Armee will vor dem Fest noch ziemlich viel Gebiet säubern, um Raketenbeschuss auf die Stadt so weit wie möglich zu reduzieren.
Handarat in Aleppo ist befreit.
Zum Fest kehren viele Aleppiner aus Lattakia in ihre Stadt zurück.
5.10.
Die Straßen sind viel weniger verstopft als vorher, man merkt, dass viele Familien diese Woche in ihren Heimatort zurückgekehrt sind, um das Fest in der Familie zu feiern. Allerdings gibt es viele Familien als Fußgänger auf den Straßen. Für viele andere Familien fällt wegen der Toten das Fest dieses Jahr allerdings aus.
Gestern sah man in den Berichten im Fernsehen vom Opferfest in Mekka auf dem Berg Arafat verschiedene schwarze al Qaida-Flaggen wehen. Das war für die saudischen Behörden wohl ganz normal.
Gestern war kein Stromausfall und heute nur 2 Stunden. Man merkt, dass es in der Ghouta aufwärts geht.
Heute kamen wir an der xxxxx Kirche in unserem Viertel vorbei, gerade als der Gottesdienst aus war. Es freut einen zu sehen, dass doch eine ganze Reihe Christen aus der Kirche herauskamen. Irgendwann werde ich ihnen (aus Neugierde) einen Besuch abstatten und mich mit ihnen unterhalten. Das muss aber noch etwas warten, da ich die vorläufig letzte Gelegenheit heute leider versäumt habe.
8.9.
Die letzten Tage waren vollgefüllt mit Hausarbeit und Kofferpacken, Besuche machen während des Festes und Kanonendonner, wie jetzt auch. Oft lösen die Salven automatischen Alarm an den Autos aus, die natürlich nicht für Kanonendonner ausgestattet sind und das nicht unterscheiden können.
Ja, und dann geht es wieder weiter, weg aus Syrien.
In der ganzen Region, nicht nur in Syrien, haben die Menschen (sicher zu Recht) Angst. Horror macht nicht vor Landesgrenzen Halt und viele Regierungen sind erpressbar nach dem Motto: Wenn du ncht spurst, schicken wir dir die Takfiristen an den Hals. Und dann bricht so manche schwache Regierung ein.
Jetzt sind die Kurden in aller Munde, allerdings gibt es auch beim IS Kurden. Oft also auch Kurden gegen Kurden. In Hassake haben sie mit der syrischen Armee Hand in Hand gearbeitet gegen den ISIL und damit viel Erfolg gehabt. Schade, dass sie so gespalten sind und sich oft die falschen Mächte aussuchen, um ihre Träume zu verwirklichen, denn denen sind sie völlig egal. Das hat man schon so oft gesehen, aber so manche Anführer sind einfach lernresistent und setzen ständig auf dasselbe Pferd, um dann von ihm abgeworfen zu werden. Sie haben immer noch nicht begriffen, dass sie nur Schachfiguren im Kalkül der westlichen Mächte sind, dass der ISIL von denselben Mächten beherrscht wird, die sie um Hilfe rufen.

13.10.
Die ganze Nacht von Freitag auf Samstag hat es im Süden der Levante gedonnert und geblitzt, ohne dass entsprechend viel Regen gefallen wäre. Zwar war es schon nass am Morgen, aber die großen Regenströme sind leider ausgeblieben. Dafür ist jetzt der Herbst eingekehrt, der in großen Teilen dem deutschem August ähnelt. Am Tag noch recht warm, um die 25 bis 28 Grad, in der Nacht gehen die Temperaturen oft unter 20 Grad. Das wird sich nächsten Monat ändern, wenn abends die Heizung angestellt werden muss.
Das Leben hier ist unverändert, aber man spürt eine gewisse Unsicherheit unter den Menschen. Man weiß nicht, was die Zukunft bringen wird.

16.10.
Jetzt bin ich schon mehr als eine Woche ohne Internet, habe schon alles Vergangene aufgearbeitet und warte nur darauf, es hoch zu laden und neues Material zu sammeln, hoffentlich übermorgen.
Inzwischen hat es im Libanon so sehr geregnet, dass die Straßen überschwemmt waren. So ist der Orontes über die Ufer getreten und die Autos waren zum Teil fast einen Meter im Wasser. Unglaublich, wie die Libanesen so durch das Wasser mit dem Auto fahren und nur noch ein Drittel davon aus dem Wasser ragt. Die sagen sich, sie haben schon so viel erlebt, dass dies nur ein Klacks ist.
Auf dem Sender Al Mayadeen laufen ständig Sondersendungen zu den kommenden Wahlen in Tunesien, wo die Leute von ihrer Moslembrüderregierung sehr enttäuscht zu sein scheinen. War ja zu erwarten. Wenn die geldlich Unterstützung von außen bekommen, solange sie nach der Macht streben, und den Menschen damit Wohltaten erweisen können, so scheitern sie natürlich kläglich, wenn sie die Macht erst einmal inne haben und der Geldfluss nur noch in die eigenen Taschen geht. Wieder einmal so eine Vereinigung, die unter einem islamischen Mäntelchen nur ihre eigenen Interessen und die einiger anderer Interessierter vertritt und die, einmal an der Macht, ihre schönen Worte sofort vergisst und weiter sieht, wie sie selbst ihre Schäfchen ins Trockene bringt. Das Volk ist ihnen dabei im Grunde schnurzegal.

17.10.
Jetzt will die Koalition den ‚Oppositionellen“ Flugzeuge zur Verfügung stellen, um angeblich den ISIL zu bekämpfen. Was die Amis angeblich nicht geschafft haben, sollen jetzt ihre Diener schaffen? Es wird immer skurriler, was ihnen als Idee einfällt.
Den USA ist es egal, was das Ganze kostet. Erstens drucken die ihre Dollar auf Toilettenpapier und fügen dann noch “In God we trust” hinzu.
Die Ölmarionetten vom Golf, die ihre Dollar in amerikanischen Banken deponiert haben, z. B. bei Goldman Sachs, schreiben ihre Schecks oder begleichen die Rechnung anders: Das Material, um Syrien und den Irak zu bombardieren, wurde von denselben Marionetten zum Goldpreis und nicht zum Ölpreis denselben Bankern und Waffenhändlern abgekauft. Noch besser: Sie müssen das ganze Personal bezahlen, das alle die Maschinen in Gang setzt und instand hält, und glücklicherweise gibt es in der ganzen Region regelmäßig Sandstürme, die am Material nagen und so muss man dauernd Ersatzteile nachkaufen… Das Ganze ist also ein großes Geschäft für Washington, das sich ins Fäustchen lacht und die Golfgrößen mit ihrem Lilliputhirn, die an jeder Bestellung ihr Bakschisch verdienen, wozu ihnen natürlich stark und regelmäßig und ohne möglichen Einwand geraten wird, um die US-„Finanzen“ am Laufen zu halten und vom Befehlsempfänger Kongress durchzupeitschen“.
Die Schaffung einer „nationalen Koalition“ sollte ihre Teilung beenden. Sadreddin Bayanuni, ehemaliger Chef der syrischen Moslembrüder , hatte es als Erster in der qatarischen Hauptstadt Doha verkündet: Die verschiedenen syrischen Gruppe sollen sich über die Schaffung einer „nationalen Koalition“ einig geworden sein, die die Schaffung einer vereinigten Armee „unterstütze“ durch die Vereinigung der „Militärräte unter der Haube eines Obersten Militärrats“.
Sie soll vom Sheikh Ahmad Moaz al-Khatib, einem “moderaten“ 52-Jährigen, der aus Damaskus stammt und Syrien vor Kurzem verlassen hat, nachdem er zweimal verhaftet worden war. Der 66jährige oppositionelle Riad Seif (Liebling der deutschen Politiker, dessen 2. Frau im Berliner Plünderungsbüro des „Experten“ Volker Perthes einen Posten ergattert hat – Loyalität gegenüber dem deutschen Staat ist auch für Syrer lukrativ) und der Aktivist Suhayr Atassi wurden zu stellvertretenden Präsidenten gewählt.
Die Vereinheitlichung der Oppositionskräfte, die vom französischen Außeminister Laurent Fabius begrüßt worden war, soll den Weg zur nächsten Stufe öffnen: Der Schaffung einer Übergangsregierung, die in den „befreiten Gebieten“ installiert werden soll. Doch soll laut Text die neue Bewegung zuerst eine „internationale Anerkennung“ erhalten, bevor diese Regierung geschaffen würde. Nichts hat darauf hingewiesen, dass Russland, China oder andere Verbündete der syrischen Regierung dazu bereit seien. Im Gegensatz zum Wunsch Moskaus oder Pekings „ist die Koalition zu keinem Dialog mit dem Regime bereit“.
Da Damaskus ein großes Dorf ist, wo alles bekannt ist, gehen da die Gerüchte über die glänzenden Lebensläufe dieser Herren um, so vom Sohn von Khatib, der in den Palästen ein und aus gehen und ein Frauenheld sein soll, wofür er natürlich Geld braucht. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm…
Moaz al Khatib ist ein verbohrter Moslembruder und soll auch Blut am Stecken haben…!
In Syrien wurde er Sheikh Khatib “”Shell Compagny …..”” genannt, Chef auch der Al-Furat Petroleum Company, einer syrischen Firma, die zur Hälfte der staatlichen Erdölgesellschaft und zur anderen Hälfte ausländischen Erdölfirmen gehört, darunter Shell.
Ein Moderater? (Wiki)
Mohanad Haj Ali beschuldigt ihn, auf seiner Internetseite Hetzparolen gegen Schiiten und andere mit antisemitischem Inhalt veröffentlicht zu haben. Eine ähnliche Kritik wurde von Elhanan Miller in einem Artikel für die Webseite The Times of Israel, gegründet und geführt von David Horovitz, geäußert. (Obwohl beide natürlich in Bezug auf Syrien auf der gleichen Seite stehen). Nach dem Geopolitiker Aymeric Chauprade und dem amerikanischen Journalisten Webster Tarpley soll Moaz al-Khatib ein Lobbyist der Erölgesellschaft Shell gewesen sein.
Die französische Zeitung Libération hat ihrerseits die „Präsidentschaft“ von Moaz al-Khatib als «verheerend» bezeichnet : «Dieser populistische Religionsvertreter war in interne Streitigkeiten verwickelt und ergriff seine Entscheidungen allein, die er dann über Facebook bekanntgab. Deshalb eine lange Periode des Leerlaufs der Opposition mit, als Folge davon, einer Diskreditierung sowohl auf dem innenpolitischen als auch internationalen Schauplatz». Laut Benjamin Barthe hat Moaz al-Khatib, „da er seine Gefühle seiner Facebookseite anvertraut hatte, schließlich eine ziemlich große Zahl von Jihadisten verärgert“ (die fälschlicherweise als Revolutionäre bezeichnet werden).
Wenn man dann daran denkt, wie ausländische Politiker ihre syrische Opposition mit diesen Strolchen und Dieben aufblähen, die als solche in Syrien wohlbekannt sind und sich noch dazu um die von Qatar, Kuweit und anderen wohlbezahlten Posten raufen… Natürlich eine gekaufte Opposition und an der Leine geführt, damit sie nachher geradeaus marschiert in die gewünschte Richtung.
All diese Leute wollen nicht wissen, dass sie im Lande bekannt sind für das, was ihre syrischen Familien darstellten, welche genaue Rolle sie spielten, z. B. während des französischen Mandats vor und und dann nach der Unabhängigkeit! Es gibt genau dokumentierte Archive, die die Namen und Funktionen jedes dieser Akteure (wie im Irak auf englischer Seite) aufgezeichnet haben, die der Mandatsmacht unterworfen waren und jetzt wieder eine ähnliche Rolle spielen, aber das müsste mal richtig aufgearbeitet werden, was allerdings Zeit benötigt. Sie profitieren natürlich von der Ignoranz der Journalisten, der Medien oder von deren Komplizenschaft und machen gemeinsame Sache mit ihren ehemaligen und gegenwärtigen Herren aus den Gründen, die wir inzwischen alle kennen!
Immer mehr Journalisten scheinen nicht erstaunt zu sein, wenn man ihnen sagt, dass sie in Bezug auf Syrien lauter Unsinn und Lügen verbreiten und sie verdrücken sich nicht mehr, wenn man ihnen sagt, was man weiß. Klar sind das oft junge Leute, die einen sehr unsicheren Beschäftigungsstatus haben, oft irgendwie erschüttert sind und nicht zufrieden damit, was ihre Redakteure ihnen vorschreiben.

2 Kommentare leave one →
  1. Barbara permalink
    25/10/2014 12:37

    25.10.2014

    Eigentlich wollte ich das Tagebuch nicht mehr weiterführen, aber es gibt immer wieder sehr interessante Aspekte, so dass ich das gelegentlich doch machen werde.

    Nachdem die libanesische Armee einen Chef des ISIL im Libanon festgenommen hat, brachen heute Nacht Unruhen in Tripolis aus und zur Zeit findet ein regelrechter Krieg im Suq und der Altstadt von Tripolis zwischen den protestierenden Takfirsten und der libanesischen Armee statt. Wenn ich daran denke, dass diese Altstadt nach dem Bürgerkrieg im Libanon wieder liebevoll hergerichtet worden war, z.T sogar mit Hilfe des deutschen Orient-Instituts in Beirut, dann überkommt einen das gleiche Gefühl wie bei Aleppo, wo das ebenfalls der Fall gewesen war.

    Dieser Tage fand ein Kongress der Ulema des Widerstands in Beirut statt, der viele klarsichtige Muftis und islamische Persönlichkeiten aller islamischen Glaubensrichtungen der islamischen Welt vereinigte. Wie immer hat auch der Mufti Syriens eine gute Rede gehalten, aber er hat sich schon immer durch große Toleranz und Menschlichkeit ausgezeichnet.
    Heute wurde eine pakistanischer Geistlicher bei al Mayadeen interviewt, der in perfektem Arabisch Zeugnis davon abgelegt hat, wie vor dem Krieg in Afganistan gegen die Sowjetunion Sunniten und Schiiten Jahrhunderte lang friedlich zusammengelebt, zusammen gegen die Engländer gekämpft haben, bis die USA auf den Plan getreten sind und Saudiarabien die pakistanischen Schulen vereinnahmt hat, deren Schüler dann nach Afganistan zum Kampf geschickt wurden. Auch heute noch ist das das Problem Pakistans, der Einfluss der wahhabitischen US-Lakaien aus Saudiarabien. Im Übrigen ist das nicht nur das Problem Pakistans, sondern vieler islamischer und westlicher Länder. Man hat die Einflussnahme der Wahhabiten aus Saudiarabien und in letzter Zeit auch aus Qatar unterschätzt und nur die Geldflüsse wahrgenommen. Dass in Begleitung dieser Geldflüsse auch die „Lehrer“ flossen, die die Religionslehrer in den verschiedenen Ländern ausbildeten oder beeinflussten, wurde dabei gar nicht wahrgenommen oder man wollte es gar nicht wahrnehmen.
    Ich kann mich erinnern, dass die Saudis in dem wirklich so moderaten Bosnien historische religiöse Bauwerke, also das kulturelle Erbe Bosniens, abrissen, um an deren Stelle protzige Saudimoscheen zu errichten. Auch in Syrien und anderen arabischen Staaten wurde der Moscheenbau von Seiten Saudiarabiens wohlwollend zugelassen und nicht bedacht, dass dadurch auch wahhabitisches Gedankengut zum Tragen kam.
    Ich kann mich noch an einen Zeitungsartikel vor einiger Zeit erinnern, wo man überlegte, wie man die fehlenden 40 Millionen Euro für den Moscheenneubau in München heranschaffen könnte, vielleicht durch eine großzügige Spende Qatars? Und schon sitzt man auch in Deutschland wieder in der Falle. Es ist ja kein Zufall, dass so viele Terroristen auch aus Deutschland und anderen europäischen Ländern kommen, man lässt ja die Saudis und Qataris schalten und walten, wie sie wollen, und alle gemäßigten Muslime haben dann darunter zu leiden.
    Gewollt? Will man hier eine neue verhassenswerte Minderheit aufbauen, die die Rolle der Juden im 3. Reich übernehmen soll? Man braucht ja immer wieder einen Feind, um die demokratischen Rechte der Bevölkerung einzuschränken und deren Wut dann auf eine schwache Gesellschaftsgruppe zu lenken, so dass diejenigen, die die Rechte des Volkes abbauen, vom Völkerzorn verschont werden und Maßnahmen gegen die Minderheiten ergreifen, die die übrige Bevölkerung besänftigen sollen, weil man ja gegen die Schuldigen vorgehe.

    Bei einem großen Teil der syrischen und irakischen christlichen Bevölkerung macht sich Erbitterung über die Schaumschlägerei der westlichen Presse breit, die so viel über die Angriffe des ISIL gegen die Kurden berichtet, während sie über die Ermordungen der Christen in Kassab und Maalula Stillschweigen bewahrte. Natürlich blicken viele von ihnen nicht durch, dass auch die Kurden der westlichen Presse und ihren Regierungen schnurzegal sind und diese Schaumschlägerei nur der politischen Agenda einer Teilung Syriens und des Iraks dient, nachdem das mit den religiösen Spaltungen nicht geklappt hat.
    Dazu habe ich Einiges über die mehrheitlich (im Grunde recht kleinen) kurdisch bevölkerten Gebiete Syriens und des Iraks erfahren, was ich doch weitergeben will.

    Der Mythos des sog. „Kobani“:

    Armenische Überlebende des Völkermords, der gegen sie durch die osmanischen Türken und die von diesen aufgehetzten Kurdenvor allem im Osten und Südosten der Türkei, aber auch in anderen Gebieten, begangen wurden, gründeten eine Stadt südlich der damals vollendeten Bagdad-Bahn, die zum Teil von armenischen und christlichen Arbeitern erbaut worden war, die von Leuten wie dem damaligen osmanischen Gouverneur von Damaskus dazu missbraucht worden waren. Diese osmanischen Vertreter waren dafür bekannt, dass sie die christlichen Arbeiter töteten, hungern und sterben ließen, welche einen großen Teil der Hejaz-Bahn in Syrien (über Aleppo, Amman bis nach Medina) und der Bagdadbahn in der Jezireh (Mesopotamien- im Arabischen die Insel, die von den beiden Strömen Euphrat und Tigris geformt wird) bauten. Diese Stadt heißt heute Ain al Arab und wird von den kurdischen Siedlern Kobani genannt. Viele dieser Kurden sind die Nachkommen derselben Kurden, die den Völkermord gegen die Armenier und andere Christen begangen haben auf das Versprechen der Osmanen hin, dass sie die christlichen Besitztümer als Kriegsbeute behalten könnten. Das heißt also, dass viele dieser Kurden Nachkommen von Leuten sind, die wie der ISIL gehandelt haben.
    Unter den Jungtürken und dann vor 60 Jahren folgten sie selber dem Fluchtweg der Christen, die sie vorher verfolgt hatten und siedelten sich unter ihnen an, wobei sie mit der Zeit durch ihre demografische Entwicklung die Christen an Zahl übertrafen, und sie tun nun so, als sei ihr neues Zuhause seit Beginn kurdisch gewesen, während ihr sog. „Kobani“ erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Armeniern und nicht von Kurden gegründet worden ist!
    Das Gleiche gilt für Qamishli, das ebenfalls von christlichen Überlebenden des Völkermords gegründet wurde, die den Kurden entkommen waren, die den Türken Folge leisteten und Männer, Frauen, Kinder, Alte töteten und ganze Flüsse rot färbten vom vergossenen Blut, Christen umringten und sie lebendig verbrannten, Männer enthaupteten, Frauen vergewaltigten und Kinder zu Sklaven machten, ganz ähnlich wie es heute in Syrien geschieht. Das ist die wahre Geschichte eines Teils der Kurden von Ain Al-Arab und Qamishli, von zwei Städten, die von Christen gegründet wurden, die vor den Kurden flohen und in denen sich dann Kurden ansiedelten, die wiederum vor ihren türkischen Herren flohen, die, nachdem sie ihnen die Kriegsbeute versprochen hatten, die Ansprüche der Kurden zunichte machten und sie somit zwangen, historisch syrisches Land und alte christliche Regionen in kurdisches Siedlungsland zu verwandeln. Das ist die Geschichte von zwei der drei sog. autonomen Regionen des sog. „Rojava“, das also eine geschichtliche Erfindung ist. Die Kurden in den übrigen Regionen waren im Gefolge von Salaheddin Ayubi während der Kreuzritterzeit ins Land gekommen und das sind eigentlich diejenigen, die schon vollkommen integriert sind, besonders in den Städten Damaskus und Aleppo und über das Land verstreut. Das historische kurdische Land befindet sich eigentlich jenseits des Zagros-Gebirges.
    Vielleicht werden dieselben Leute, die so sehr für die Ansprüche der Kurden auf historisch syrisches Land in Mesopotamien plädieren, morgen die Anerkennung der Besetzung von Teilen Mesopotamiens durch den Islamischen Staat unterstützen.
    Der ursprünglich Name von Qamishli, bevor er türkifiziert wurde, war Beit Zalin, oder „Riedhaus“ was auch der türkische Name bedeutet. Die Kurden wandelten ihn in Qamishlo um, damit er kurdisch klingt und beanspruchen die Stadt als eine ihrer drei sog. kurdischen Gebiete, die zusammengenommen das erfundene „Rojava“ oder Westkurdistan ausmachen sollen. Weder das Gebiet noch die Stadt haben irgendeinen kurdischen Ursprung und während die eigentlich nomadischen Kurden aus dem Zagrosgebirge dort die heimatlosen Opfer spielen, machten sie sich im Grunde selbst heimat- und staatenlos, indem sie sich mit den Osmanen verbündeten, um die Menschen in Anatolien und Syrien zu überfallen, die Gebiete dort zu besetzen und die anderen Bewohner zu unterjochen. Sowohl Türken als auch Kurden teilen mit den Arabern der arabischen Halbinsel ihren nomadischen Ursprung.
    Ayn Al-arab oder das sog. Kobani hat den ursprünglichen Namen Arabunar vergessen lassen, der ihm von den armenischen Überlebenden gegeben worden war. Der Name Kobani stammt von dem Bahnhof, der der Firma diente, die für die Erbauung der Bagdadbahn oder den Unterhalt der Pipeline verantwortlich war und ist eine Verballhornung des englischen Worts „Company“, hat also mit der kurdischen Sprache nicht das Geringste zu tun.
    Ebenso ist die sog. Hauptstadt des irakischen Kurdistans Erbil syriakisch-aramäischen Ursprungs, eine Zusammenziehung zweier Wörter, und bedeutet die Stadt der vier Götter, „Arba‘ Elaahaa“. Die Kurden nannten sie dann Hewlar, um so zu tun, als wäre sie kurdischen Ursprungs. Mosul und viele andere altsyrische Städte und Regionen in Syrien, Irak und Tur Abbedin (das der syriakische Name für Berge der Sklaven oder Diener ist), dem syrischen Herzland, das von der Türkei besetzt und von den Kurden ethnisch von seinen ursprünglichen Syrern und Christen gesäubert wurde, ähnlich, wie der ISIL es heute tut, sind nicht kurdischen Ursprungs und doch werden die Kurden für ihre Kriegsbeute kämpfen und sterben und behaupten, dass dieses Land ihnen gehört und die Araber daraus vertreiben, von denen sie behaupten, dass sie nicht dorthin gehörten, ohne ihre eigene Geschichte zu betrachten und ihre Einwanderung in Städte, die sie weder gründeten noch worauf sie Anspruch hätten. Sie denken, dass die ethnische Säuberung des Landes es zu kurdischem Land mache und ihre Einwanderung in diese Städte legitim sei, dass aber die Anderen dort keine Legitimität besäßen. Sie drehen die Wahrheit um und lassen andere glauben, dass Syrien Teile ihres Heimatlandes besetzt halte, obwohl es genau anders herum der Fall ist.
    Wenn die Kurden einen eigenen Staat wollen, sollten sie sich darauf konzentrieren, ihn hinter dem Zagros zu errichten. Schließlich sagt eine kurdisches Sprichwort: „Wo die Berge enden, enden die Kurden“, was genau zeigt, dass sie in Mesopotamien keine Geschichte oder Ansprüche haben. In ihren Karten beanspruchen sie Antiochien und Teile von Idlib, nicht weil es dort eine historische Legitimität gäbe, sondern weil sie einen Hafen wollen, ohne den sie sonst ein Binnenstaat wären. Für die verfolgten Christen sind die Kurden dasselbe wie der ISIL, dasselbe wie ihre früheren türkischen Herren und Verbündeten und dasselbe wie ihre kolonialen Verbündeten in Israel. Sie meinen, dass wenn die Kurden sich auf ihr Kernland beschränken und aufhören würden, das Land anderer Menschen für sich zu beanspruchen, dass dann das Leiden, das sie sich selber und anderen zufügen, ein Ende hätte.
    Syrien also hält nicht kurdisches Land besetzt, sondern umgekehrt. Unter keinen Umständen wird deshalb Syrien kurdische, türkische, zionistische oder andere Ansprüche auf Syrien anerkennen. Wenn die Kurden ihre eigenen historischen Grenzen anerkennen, ohne das Land zu annektieren, das ihnen nie gehörte, wenn sie offiziell den Völkermord und die ethnischen Säuberungen ihrerseits anerkennen, ihre falschen Ansprüche fallen lassen, sich in die Gesellschaft der Länder, in denen sie die Gebiete besetzt haben, voll integrieren oder, wenn sie das nicht wollen, in ihr Kernland zurückkehren, gestohlenes Land wie Kirkuk mit seinen Ölfeldern u.a. zurückgeben, erst dann werden sie die Basis für ein friedliches Zusammenleben geschaffen haben. Wenn sie dagegen weiter mit der Aneignung von Ölfeldern und Regionen, die niemals kurdisch waren, weitermachen, werden sie den Krieg erklären und nicht ihre Unabhängigkeit.

    Noch eine Meinung, die aber meiner Ansicht nach zu sehr verallgemeinert und vielleicht nur für eine Fraktion der syrischen Kurden zutrifft:
    Alle fühlen mit « Kobani», Ain al Arab, aber es gibt Dinge, die an die Oberfläche gelangen. So wird erzählt, dass die Kurden dieses Ortes den ISIL erpresst hätten (siehe die Erklärung des iranischen Führer Mussawi). Der Appetit kommt wohl beim Essen. Ihre Brüder im Irak hätten von der Schwäche Saddams, der mit den US-Truppen beschäftigt war (Bush I.) profitiert, um sich Gebiete und Erdölfelder einzuverleiben, und diejenigen Syriens wollten es genauso tun, sich das Grenzgebiet an der Türkei und dem Irak und die Erdölquellen von Deir Ezzor einverleiben und dies alles mit der Forderung, dass der ISIL ihnen einen Teil seines Profits vom syrischen Erdöl überlasse. Während sie zuvor sich mit der Al Nusra gegen die syrische Armee verbündet hätten, würde sich plötzlich der Zauber gegen den Zauberer wenden. Der ISIL liebe nicht das »Rechtswidrige» (Erpressung) und habe beschlossen, sie zu überfallen, worauf man dann von den armen Kurden spreche, die belagert würden und bereit seien für Kobane zu sterben, während sie von den Deutschen und Franzosen bewaffnet würden, was man Gaza und Syrien verweigere!

    Zu den Kurden Syriens noch ein sehr interessanter Artikel von Bahjat Sleiman:
    Syrischer Blick auf die Kurden und die Bewegung der Hamas
    Freitag, 17. Oktober 2014
    Nach mehr als einem Monat voller Luftangriffe durch die USA und ihre Verbündeten gegen den ISIL im Irak und in Syrien sprechen viele Beobachter von einer umgekehrten Wirkung auf dem Schlachtfeld. ISIL rückt weiter vor und besetzt noch mehr Städte und Dörfer besonders im Regierungsbezirk Al-Anbar im Irak und im Norden Syriens, während die syrische arabische Armee und die syrischen Kurden des Norden, Männer wie Fauen, dabei sind, in die Geschichte einzugehen.
    Und nach den Massakern von Jisr al-Shughur, Khan al-Assal, Homs, Hama, Lattakia, Haula, Adra… hier nun das «programmierte Massaker» von Ain al-Arab [Kobani]. Eine unaufhörliche und schreckenserzeugende Liste, die den höllischen Amoklauf von Monstern nachzeichnet, die gewisse Regierungen und Medien noch als «Revolutionäre», «Rebellen» und erst kürzlich als «moderate Oppositionelle»zu bezeichnen wagen, die von den Saudiern und den Türken auszubilden und zu bewaffnen sind, welche sich bei den USA dieses Privileg streitig machen. Erstere, um alle kurdischen Autonomieansprüche zu zerstören und sich weiter syrisches Land anzueignen, die Anderen um endlich die syrische Regierung zu stürzen und die Führung über eine Welt, die sie als sunnitisch bezeichnen, an sich zu reißen, das Ganze im Rahmen der globalen Schlacht um die Transportwege von Erdöl und Erdgas.
    Die Syrer haben nicht darauf gewartet zu sehen, wie die Leute von Ain al Arab mit einem Heroismus und einer Tapferkeit, die die Welt zum Erstaunen bringt, ihr Leben opfern, um anzuerkennen, dass ihre kurdischen Landsleute das Land verdienen, auf dem sie leben, das sie verteidigen und bebauen.
    Sie verdienen es ebenso, wie all die anderen «Ethnien» des aktuellen Syriens, die aus der «französisch-osmanischen Zerstückelung» hervorgegangen sind; eine Zerstückelung, die die türkische und die französische Regierung gerne vollenden würden, glaubt man den Erklärungen des französischen Präsidenten, des einzigen Staatschefs [1], der den Gedanken an eine Pufferzone auf syrischem Gebiet unterstützt, die von Erdogan vorgeschlagen wird, der fortan der «Plünderer Aleppos» [2] genannt wird.
    Sie sind «kurdische Syrer» wie andere levantinische, assyrische, armenische, turkmenische, tscherkessische Syrer sind…, sie alle auf der ganzen syrischen Erde verbreitet und «miteinander» lebend, bis die alten Mächte beschließen zurückzukommen, um sie auszubluten und wieder zu zerstückeln, damit sich jeder auf seine Weise seinen Teil der Beute sichert, die ihm sein US-Herr und -Meister zugesteht, der sich in seiner verhassten Demo-krassie einhüllt.
    Aber diesmal sollte sich die Zerstückelung Syriens nach konfessionellen Gesichtspunkten konkretisieren und es war nicht mehr möglich, wie zu Zeiten der Herren Sykes und Picot, sich damit zu begnügen, ein Lineal und einen Bleistift herzunehmen, um mit einem schnurgeraden Strich eine Erde zu verrücken, die Völker aus tausendjährigen Zivilisationen beherbergt, die sich untereinander vermischt haben, ohne sich jedoch zu verleugnen.
    Nachdem das Manöver in Syrien kläglich gescheitert ist, aus Gründen, die uns General Amin Hoteit schon im Juni 2012 [3]erklärt hat, warum sollte man nicht eine Zerstückelung auf ethnischer Basis versuchen?
    Und schon sind wir wieder unterwegs gegen die Kurden Syriens, nachdem wir die Armenier aus Aleppo und Kassab vertrieben haben, deren Großeltern der ethnischen Säuberung der Armenier wie auch der Assyrer und dann der Kurden durch die «Jungtürken» im Ersten Weltkrieg entkommen sind [s. den Bericht von Dr. Jacob Künzler, des Chefs des Missionarskrankenhauses von Urfa, in Ermangelung anderer historischer Quellen].
    Schmerzhafte Ereignisse, die die jungen syrischen Schüler in ihren Geschichtsbüchern nicht lernen, sicherlich weil die Verbitterungen der Vergangenheit nicht unbedingt nützlich sind, um in die Zukunft zu blicken, in einem Land, wo praktisch jede Region das ganze Syrien abbildet: Ein von der Zeit patiniertes Mosaik aller Kulturen, die aufeinander gefolgt sind, ohne das Land jemals wirklich zu verlassen.
    Die Syrer wissen also, dass der syrische Norden eine gewisse Konzentrierung von Kurden zählt, die einen schon seit Langem da, die anderen aus der Türkei gekommen, um in Syrien Zuflucht vor der osmanischen Barbarei zu suchen, wie so viele andere Völker in den Turbulenzen, die niemals unter «Flüchtlingszelten» wohnen noch auf die Almosen internationaler Hilfe warten mussten, um sich wieder aufzurichten; die Schulen, die Kultstätten, die Häuser in den Dörfern und Städten hatten ihre Pforten geöffnet, um sie aufzunehmen, solange bis sie da und dort in dem syrischen Mosaik aufgingen oder sie sich anderswohin aufmachten.
    Was die Kurden betrifft, genügt es, sich den Bericht von Ghaleb Kandil [4] ins Gedächtnis zu rufen , der von Abdullah Öcalan spricht, dem unumstrittenen Chef für eine Mehrheit von Kurden trotz der schmutzigen Tricks des Barzani-Clans im Irak. Hier ein Auszug:
    «Ich habe beschlossen, Syrien zu verlassen, weil meine Abwesenheit fortan eine Bürde für den syrischen Staat und seinen tapferen Präsidenten Hafez al-Assad ist. Ich weiß, dass die türkischen Drohungen ernst gemeint und von der NATO und Israel geplant sind. Ich bin überzeugt, dass du auch denkst, dass wenn wir Syrien verlieren, diese freie Zitadelle in diesen schwierigen Zeiten, alle Völker des Nahen Ostens darunter zu leiden haben und dass alle Gleichungen zugunsten der Zionisten und der Kolonialisten ins Ungleichgewicht geraten». Da ich mit seinen Folgerungen völlig einverstanden war, habe ich ihn nach den alternativen Lösungen gefragt, die er kurzfristig sah. Er hat mir geantwortet: «Wie du weißt, ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und wegen der zionistischen Aktivitäten überall auf der Welt die aktuelle Lage international für uns nicht günstig, wegen des Bruchs der großen Gleichgewichte. Was mich betrifft, ist es wichtig, dass ich Syrien, seinen Präsidenten und seinen Befreiungsplan für die Region vom schweren Gewicht unserer Anwesenheit befreie. Der Präsident unterstützt uns weiter trotz der schlimmsten Schwierigkeiten unter den gegebenen Umständen. Mein Volk und ich selbst werden Syrien und seinen Behörden immer dankbar bleiben, solange wir leben. Ich sage das, denn ich schätze unsere Lage nicht nur in Bezug auf die Forderungen der Kurden in Syrien ein, diese Probleme werden leicht ihre Lösungen finden und werden durch den Dialog gelöst werden. Nein, ich schätze unsere Lage vom Gesichtspunkt aller Kurden der Region ein, deren Schwerpunktzentren in der Türkei und im Irak liegen. Im Laufe der letzten dreißig Jahre hat Syrien ehrenvoll eine schwere politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische und strategische Aufgabe übernommen. Mein Volk ist für immer Zeuge dieser Tatsache und niemand kann einmal behaupten, dass Abdullah Öcalan einem Kurden erlaubt habe, Syrien zu schaden».
    M. Bahjat Sleiman, ehemaliger Botschafter Syriens in Jordanien, erinnert uns daran, dass ein Vaterland sich nicht auf eine Konfession oder ein Volk gründet und dass der Patriotismus nicht unbedingt mit dem Nationalismus gleichzusetzen ist.
    Diejenigen, die sich gegen die Kurden als solche wenden, weil einige ihrer Führer in Syrien gegen ihre nationale Aufgabe verstoßen und den Plan, der von den Feinden ihres syrischen Vaterlandes ausgebrütet wurde, akzeptiert haben, sollten sich ins Gedächtnis rufen, dass auch Zehntausende arabische Syrer dieselbe Aufgabe aufgegeben und denselben Plan akzeptiert haben.
    Müssen wir deshalb verallgemeinern und alle Syrer dessen beschuldigen? Wahrlich nicht!
    Eine solche verallgemeinernde Anschuldigung ist ungerecht, genauso wie die, welche die Palästinenser als solche betrifft, weil einige ihrer politischen Führer der Hamas sich gegen das syrische Volk gewandt haben und zum feindlichen Block gegen die syrische arabische Republik gestoßen sind, der von den westlichen, regionalen Ländern und den «A’rabs» [siehe den Sinn dieses Wortes weiter unten] gebildet wird.
    Genauso steht es mit den Verallgemeinerungen, die alle Araber beschuldigen, gegen Syrien und die Syrer zu sein, weil ihre offiziellen Regime und ihre «arabische» Liga der Wurfspeer der barbarischen blutigen Agression des Terrorismus gegen Syrien waren.
    Denn es ist notwendig, dass wir uns immer ins Gedächtnis rufen, dass wir in diesem arabischen Orient die wahren Araber und in dieser Erde seit Tausenden von Jahren verwurzelt sind, während die «kolonisierten Wächter von Gas und Kerosen» nur «A’rabs», nicht Araber sind. Das sind die , von denen der Allerhöchste gesagt hat: «Die Beduinen [Al-A’rabs im Text der Al-Tawbah-Sure] sind härter in ihrer Unfrömmigkeit und ihrer Heuchelei» [5].
    Und dann gibt es zwei Tatsachen, die alle wissen müssen:
    Der Kommandeur des terroristischen ISIL-Angriffs auf Ain al-Arab ist Kurde und vierhundert Terroristen unter seinen ISIListen, die zur Zeit an dem Angriff teilnehmen, sind Kurden.
    Der Name «Kobane» für Ain al-Arab ist kein kurdisches Wort. Es ist ein englisches Wort und der Name für den Bahnhof der Firma, die die Pipeline dort verwalten musste. [Firma: COMPANY]. Mit der Zeit ist das zu «KOBANY» geworden.
    Noch eine Bemerkung darf nicht vergessen werden:
    • Ṣalāḥ ad-Dīn al-Ayubi [Saladin] war syrischer Kurde, bevor er sich nach Ägypten begab und ist in einem Mausoleum neben der Omeyyadenmosche in Damaskus begraben
    • Ibrahim Hanano, ein großer Freiheitskämpfer gegen die französischen Besatzer in Aleppo, war ein syrischer Kurde
    • Youssef al-Azmeh, ein großer Freiheitskämpfer gegen die Franzosen in Damaskus, war ebenfalls syrischer Kurde
    • Sheikh Ahmed Kuftaro, Mufti Syriens vor dem jetzigen Mufti Hassun, war syrischer Kurde
    • Sheikh Said Ramadan Al Bouti, der von den Terroristen in Damaskus ermordet wurde, war ebenso syrischer Kurde
    Dr Bahjat Sleiman
    16/10/2014
    Quelle : Sham Times
    http://www.shaamtimes.net/news-details.php?id=15282
    Anmerkungen :
    [1] Syrien-Türkei: Hollande unterstützt den Gedanken einer „Pufferzone“
    http://www.europe1.fr/international/a-kobane-l-idee-d-une-zone-tampon-circule-2254629
    [2] Syrien: Der Plünderer von Aleppo!
    http://www.palestine-solidarite.org/analyses.Bassel_Dayoub.210213.htm
    [3] Die Großmächte wollen den Zivilkrieg in Syrien, schaffen es aber nicht, ihn aufzuzwingen http://www.mondialisation.ca/les-grandes-puissances-veulent-la-guerre-civile-en-syrie-mais-ne-parviennent-pas-l-imposer/28132
    [4] Syrien und Öcalan: Die Zitadelle der freien Menschen!
    http://www.mondialisation.ca/syrie-et-ocalan-la-citadelle-des-hommes-libres/5307889
    [5] Sure 9 Vers 97 : AL-TAWBAH (Verleugnung und Reue)
    http://islamfrance.free.fr/doc/coran/sourate/9.html
    http://www.palestine-solidarite.org/analyses.bahjat_sleiman.171014.htm

    Und noch eine Meldnung dazu von gestern:
    Kurds deny [paper tiger] Erdogan report of deal with Syrian rebels [terrorists] to aid besieged Kobani
    http://www.trust.org/item/20141024141334-c6yaf/?source=dpagehead
    ISTANBUL/BEIRUT, Oct 24 – A senior Syrian Kurdish official on Friday denied a report from Turkey’s president that Syrian Kurds had agreed to let 1,300 Free Syrian Army fighters enter the border town of Kobani to help defend it against besieging Islamic State insurgents.
    It would be far preferable, Moslem said, for the FSA to open a second front against Islamic State in Syria. „Politically we have no objections to FSA….But in my opinion, if they really would like to help, then their forces should open another front; such as from Tel Abyad or Jarablus,“ he said.
    He was referring to two nearby Syrian border towns captured by Islamic State as it overran vast swathes of territory in Syria and Iraq over the past year, executing prisoners, massacring non-Sunni Muslim civilians in their path and declaring a caliphate overlapping Syrian-Iraqi borders.

  2. 18/10/2014 22:13

    Danke Barbara.
    „Wir werden geboren um zu leben.“ und nicht um vorzeitig zu sterben.

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